Zwischen Wissenschaft, Philosophie und Religion –
“Die Naturmagie und ihre historischen Grundlagen”

Vortrag von Prof. Dr. Kocku von Stuckrad (Universität Groningen)

Samstag, 17. Juni 2017, 9.30 Uhr
Vortragssaal, Faust-Archiv

In der Kulturgeschichte Europas kommt der Magie eine Rolle zu, die keineswegs nur negative Konnotationen hat. Seit der Spätantike war die Erforschung und Erprobung von Kräften, die der Natur innewohnen, ein zentraler Baustein naturwissenschaftlicher und naturphilosophischer Theoriebildung. Oft gingen diese Theorien von unsichtbaren Kräfteverbindungen zwischen Objekten aus, wobei auch Worte, Gedanken und Rituale in solche Kraftnetze eingebunden waren. Der Vortrag beschreibt diese Tradition und zieht eine Linie von der antiken Stoa über die Strahlentheorie al-Kindīs (9. Jahrhundert), die Naturphilosophie der Renaissance, bis hin zu Wissenschaft und Okkultismus des 19. Jahrhunderts. Es zeigt sich, dass die künstliche Trennung von Wissenschaft, Philosophie und Religion der historischen Verschränkung jener Systeme nicht gerecht wird und einer Beschreibung weichen sollte, die auch die kulturelle Bedeutung der Magie besser widerspiegelt.

Das Käthchen von Heilbronn oder die Feuerprobe” von Heinrich von Kleist – Nachbesprechung der Theateraufführung mit Susanne Hocke, Jürgen Larys (artENSEMBLE THEATER Bochum) und Dr. Denise Roth (Faust-Museum / Faust-Archiv)

Samstag, 17. Juni 2017, 9 Uhr
Vortragssaal, Faust-Archiv

“Das Käthchen von Heilbronn oder Die Feuerprobe”
von Heinrich von Kleist

Theateraufführung artENSEMBLE THEATER Bochum

Freitag, 16. Juni 2017, 20.00 Uhr
Ort: Vortragssaal, Faust-Archiv

Das artENSEMBLE THEATER Bochum eröffnet die Knittlinger „Alchemie-Tage“ mit der Theateraufführung Das Käthchen von Heilbronn oder Die Feuerprobe. Dies ist Heinrich von Kleists zauberhaftes, rätselhaftes, historisches Ritterschauspiel mit glücklichem Ausgang. Gegen alle Vernunft liebt Käthchen den Grafen Wetter vom Strahl und lässt sich dabei weder durch väterliche Strenge noch durch ihre Konkurrentin Kunigunde von Thurneck abbringen. Ihre Herzensgewissheit siegt über alle Versuche von Täuschung und Selbstbetrug. Diese Gewissheit gründet auf einer nächtlichen Astralreise des Grafen, der, scheinbar todkrank auf dem Schloss zu Strahl liegend, von einem Engel in Käthchens Kammer geführt wird. Diese nächtliche Begegnung, Käthchen nur im Traum, dem Grafen gar nicht bewusst, bedingt alles Weitere. Das Motiv der schon in Penthesilea gestalteten „magnetischen“ Anziehung zwischen den Protagonisten hat in Kleists Beschäftigung mit dem „Mesmerismus“ ihren Ursprung. Bildkräftig, wundervoll und ganz und gar nicht pessimistisch!

Begrüßung und Einführung

Freitag, 16. Juni 2017
Faust-Museum

Am Samstag, den 13. Mai 2017 um 17 Uhr präsentiert das Faust-Museum/Faust-Archiv der Stadt Knittlingen in Kooperation mit der Theatergruppe Laterna Mystica, den Weingärtnern Knittlingen sowie der Bäckerei Reinhardt ein Museumstheater mit anschließender Weinprobe und Genüssen im Faust-Archiv unter dem Titel „Faust kulTinarisch“.

Nach einer kurzen Einstimmung mit Sekt im Foyer des Faust-Museums führt das darauffolgende Museumstheater die Zuschauer zunächst nach Italien zur Renaissance-Zeit, wo sich Faust der aggressiven Flirttechnik Lucrezia Borgias ausgesetzt sieht. Im England des 18. Jahrhunderts sind die Zuschauer dann live bei einer entscheidenden und humorvollen Weiterentwicklung des Faust-Stoffs dabei, bevor ein fulminanter und emotionaler Schlussknall Goethe, Nina Hagen und einen griechischen Chor aus der Antike überraschend mühelos vereint.

Intensiver Dramatik folgt der Genuss, wenn anschließend unsere Weinkenner im historischen Ambiente des barocken Schulsaals im Faust-Archiv bei einer Weinprobe in die Geheimnisse der edlen Tropfen aus der Region mit exklusiven backfrischen Köstlichkeiten einweihen.

Alles über Faust – an einem einzigartigen Theater- Abend mit kulturellen und kulinarischen Genüssen!

Preis: 22,- €/Person, inklusive Eintritt, Theaterführung, Sektempfang, Weinprobe mit fünf Weinen sowie backfrischen Köstlichkeiten.

Anmeldung und Kartenvorverkauf: Tel.: 07043/951610 und 9506922
E-Mail:
Faust-Museum/Faust-Archiv
Kirchplatz 2 und 9
75438 Knittlingen www.faustmuseum.de

Diese Veranstaltung wird gefördert durch die Arbeitsstelle für literarische Museen, Archive und Gedenkstätten in Baden-Württemberg

Spiegelungen – A Kind of Magic

MAGIE.TAGE in der Fauststadt Knittlingen.
Mit Theateraufführung, Vorträgen, Chemie-Experimental-Show, Stummfilm-Vorführung mit Live-Musik und vielem mehr.

Bewirtung für alle im Erdgeschoss des Steinhauses am Samstag und Sonntag jeweils ab 13.00 Uhr mit warmen und kalten Gerichten der Metzgerei Dobler sowie Samstag ab 19.00 Uhr im spätmittelalterlichen Ambiente vor, während und nach der Alchemie-Show durch die Theatergruppe Laterna Mystica.

 

 

[Programm PDF-Download]

Anmeldung und Information unter:
E-Mail:
Telefon: 07043 / 95 16 10
und 07043 / 9 50 69 22

 

MAGIE.TAGE 2017 – Magie als Welterklärung in Literatur und geistesgeschichtlichem Kontext

Treibt uns auch heute noch die faustische Sehnsucht, in einem ganzheitlichen Sinne zu begreifen, „was die Welt im Innersten zusammenhält“? Am Geburtsort der historischen Faust-Figur werden wir uns dieser und anderen Fragen widmen.

Auf vielseitigen und ungewöhnlichen Wegen beschäftigt sich unser Symposium mit dem Weltbild der Renaissance und dessen Spuren bis heute. Magie bedeutet in diesem Kontext die Vorstellung u. a. von Naturphilosophen der Renaissance-Zeit, die Welt als Ganzes zu erfassen und zu deuten, wobei auch der Mensch als Teil der Welt auftritt. Wie diese Grundidee auf unterschiedliche Art und Weise alle Denk-Konzepte späterer Zeiten beeinflusst hat und in Literatur, Kunst, Philosophie und Psychologie bis heute fortlebt, wird im Zentrum unseres Symposiums stehen.

Wissenschaftler und Künstler aus ganz Deutschland und dem Ausland präsentieren in der Geburtsstadt des historischen Faust hochaktuelle, spannende Vorträge, eine Theater- sowie eine Stummfilmvorführung mit Live-Musik und auch eine Chemie-Experimental-Show.

Programm

Freitag, 16. Juni 2017

19 Uhr

Begrüßung und Einführung

Dr. Denise Roth (Leitung Faust-Museum / Faust-Archiv Knittlingen)
Prof. Dr. Claus Priesner (Ludwig-Maximilians-Universität München)

Ort: Faust-Museum Knittlingen

20 Uhr

“Das Käthchen von Heilbronn oder Die Feuerprobe”
von Heinrich von Kleist

Theateraufführung mit Susanne Hocke, Jürgen Larys
(artENSEMBLE THEATER Bochum)

Ort: Steinhaus, Knittlingen

Samstag, 17. Juni 2017

9 Uhr

“Das Käthchen von Heilbronn oder Die Feuerprobe”
von Heinrich von Kleist

Nachbesprechung der Theateraufführung
mit Susanne Hocke, Jürgen Larys (artENSEMBLE THEATER Bochum)
Dr. Denise Roth (Faust-Museum / Faust-Archiv Knittlingen)

Ort: Steinhaus

9.30 Uhr

Zwischen Wissenschaft, Philosophie und Religion – Die Naturmagie und ihre historischen Grundlagen

Vortrag, Prof. Dr. Kocku von Stuckrad (Reichsuniversität Groningen)

Ort: Steinhaus

10.30 Uhr

Nachrichten aus dem Paradies – Magische Symbole und Praktiken in der (pseudo-)paracelsischen Schrift „Liber Azoth sive de ligno et linea vitae“ (1591)

Vortrag, PD Dr. Ute Frietsch (Herzog August Bibliothek Wolfenbüttel)

Ort: Steinhaus

11.30 UhrKaffeepause
11.45 Uhr

Lebende Tote – Kulturgeschichtliche Aspekte des Vampirglaubens

Vortrag, Prof. Dr. Claus Priesner (Universität München)

Ort: Steinhaus

12.45 Uhr

Mittagspause

14.15 Uhr

Alchemie, Magie und Religion im postmodernen Roman:
Hilary Mantels “Fludd” und Georg Kleins “Sünde Güte Blitz”

Vortrag, Dr. Jost Eickmeyer (Freie Universität Berlin)

Ort: Steinhaus

15.15 Uhr

Joseph Sheridan Le Fanu: “Carmilla”:
Einblicke in die Seele eines weiblichen Vampirs

Vortrag, Dr. Denise Roth (Faust-Museum / Faust-Archiv Knittlingen)

Ort: Steinhaus

15.45 Uhr

Ins Blaue hinein …
Rotraut, der Monochrome, ein Schamane und andere “Magier der Kunst”

Vortrag MIT KAFFEE
Dr. Olaf Mückain (Leiter Museen Worms)

Ort: Steinhaus

16.45 Uhr

Goethe und Agrippa von Nettesheim – Magie zwischen Religion und Wissenschaft

Vortrag, Prof. Dr. Wolfgang Achtner (Universität Gießen)

Ort: Steinhaus

17.45 UhrPause
19.30 Uhr

Feuerball und Farbenspiel – (Al)chemische Versuche in historischem Gewand

Chemie-Experimental-Show

Dr. Chr.- Heinrich Wunderlich (Landesamt für Denkmalpflege und Archäologie / Landesmuseum für Vorgeschichte Sachsen-Anhalt)
Prof. Dr. Claus Priesner (Ludwig-Maximilians-Universität München)
und Dr. Denise Roth (Faust-Museum / Faust-Archiv Knittlingen)

Ort: Pfleghof (bei Regen in der Kelter), Knittlingen

20.45 Uhr

Nosferatu – Eine Symphonie des Grauens

Stummfilm mit Live-Musik (FSK 12 Jahre)

Roman Rothen – Kontrabass / Gitarre (Königsbach-Stein)
und Frieder Egri – Piano (Karlsruhe)

Ort: Evangelisches Gemeindehaus, Knittlingen

Sonntag, 18. Juni 2017
9 Uhr

Nostalgie für mittelalterliche Wissenschaftsmodelle im postnuklearen Zeitalter:
“Die Physiker” von Friedrich Dürrenmatt

Vortrag, Dr. Damaris Aschera Gehr (Rudolf Steiner Archiv, Dornach)

Ort: Vortragssaal, Faust-Archiv

10 Uhr

Von der Magie zur Verwaltung.
Zum magiegeschichtlichen Entwurf der Dämonologen (Jean Bodin / Johann Fischart)

Vortrag, Prof. Dr. Tobias Bulang, Hannah Mieger
(Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg)

Ort: Steinhaus

11 UhrKaffeepause
11.15 Uhr

Magie als Lebenshilfe

Vortrag, em. Prof. Dr. Mag. Leander Petzoldt (Universität Innsbruck)

Ort: Steinhaus

12.15 Uhr

Achtung: Programmänderung:

Ins Blaue hinein …
Rotraut, der Monochrome, ein Schamane und andere “Magier der Kunst”

Diashow als Nachtrag zum Vortrag von Dr. Olaf Mückain (Museen Worms)

Ort: Steinhaus

12:30 UhrMittagspause
14.15 Uhr

Die Bruderschaft der älteren Rosenkreuzer und die Gold- und Rosenkreuzer

Vortrag, Univ.-Prof. Dr. Dr. h. c. Helmut Reinalter (Universität Innsbruck)

Ort: Steinhaus

15.15 Uhr

Paranormale Phänomene zwischen Tabu und Mainstream – Zur Rezeptionsgeschichte der Parapsychologie

Vortrag, Dipl.-Psych. Eberhard Bauer (Institut für Grenzgebiete der Psychologie und Psychohygiene e.V. (IGPP), Freiburg i. Br.)

Ort: Steinhaus

16 Uhr

Draculas Erben. Untot durch die Filmgeschichte

Vortrag, Prof. Dr. Matthias Hurst (Bard College Berlin)

Ort: Steinhaus

17 Uhr

Abschlussdiskussion

17.15 Uhr

Ende der MAGIE.TAGE 2017

Preise

  • 3-TAGES.PASS inkl. Abendveranstaltungen: Euro 60,-
  • 1-TAGES.PASS Samstag inkl. Abendveranstaltung: Euro 30,-
  • 1-TAGES.PASS Samstag ohne Abendveranstaltung: Euro 20,-
  • 1-TAGES.PASS Sonntag: Euro 20,-
  • EINZELBUCHUNG Theateraufführung “Das Käthchen von Heilbronn oder Die Feuerprobe” – von Heinrich von Kleist 
    Freitagabend: Euro 15;- / Euro 12,- (ermäßigt)
    Schulklassen: Euro 10,- pro Person (Buchung über Lehrer)
  • EINZELBUCHUNG Stummfilm mit Live-Musik “Nosferatu – Eine Symphonie des Grauens”
    Samstagabend: Euro 10,- / Euro 8,- (ermäßigt), FSK 12 Jahre
  • EINZELBUCHUNG je Vortrag: Euro 5,-

Referenten und Künstler

  • Prof. Dr. Wolfgang Achtner (Universität Gießen)
  • Dipl.-Psych. Eberhard Bauer ((Institut für Grenzgebiete der Psychologie und Psychohygiene e.V. (IGPP), Freiburg i. Br.)
  • Prof. Dr. Tobias Bulang (Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg)
  • Frieder Egri (Karlsruhe)
  • Dr. Jost Eickmeyer (Freie Universität Berlin)
  • PD Dr. Ute Frietsch (Herzog August Bibliothek Wolfenbüttel)
  • Dr. Damaris Aschera Gehr (Rudolf Steiner Archiv, Dornach)
  • Susanne Hocke (artENSEMBLE THEATER Bochum)
  • Prof. Dr. Matthias Hurst (Bard College Berlin)
  • Jürgen Larys (artENSEMBLE THEATER Bochum)
  • Hannah Mieger (Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg)
  • Dr. Olaf Mückain (Museen Worms)
  • em. Prof. Dr. Mag. Leander Petzoldt (Universität Innsbruck)
  • Prof. Dr. Claus Priesner (Ludwig-Maximilians-Universität)
  • Prof. Dr. Dr. h.c. Helmut Reinalter (Universität Innsbruck)
  • Dr. Denise Roth (Faust-Museum / Faust-Archiv Knittlingen)
  • Roman Rothen (Königsbach-Stein)
  • Prof. Dr. Kocku von Stuckrad (Universität Groningen)
  • Dr. Chr.-Heinrich Wunderlich (Landesamt für Denkmalpflege und Archäologie / Landesmuseum für Vorgeschichte Sachsen-Anhalt)

Unterkünfte in Knittlingen und Umgebung

Das Faust-Museum / Faust-Archiv Knittlingen präsentiert am Samstag, den 29. April 2017 um 19 Uhr wieder die beliebte Krimilesung „Mörderstimmung im Museum“ mit dem Schauspieler Alexander O. Miller.

Sie tun es wieder: Zwei Mal im Jahr wird das Faust-Museum zum Tatort, wenn der Mannheimer Schauspieler Alexander O. Miller faustische und nervenzerreißende Kriminalgeschichten zwischen Vitrinen und Exponaten im dunklen Schattentheater präsentiert.

Alexander O. Miller

Das Publikum kann auch dieses Mal der ausdrucksstarken Stimme Alexander O. Millers folgen und sich wahlweise mit Opfer, Täter oder Ermittler identifizieren. Vielfältige Orte, Zeiten und Stimmungen kommen als „setting“ mörderischen Geschehens zur Sprache, sei es das 19. Jahrhundert Amerikas, das Flair der 60er Jahre des 20. Jahrhunderts oder skurrile Vorgänge in der deutschen Provinz der Gegenwart – mühelos vermittelt Alexander O. Miller unterschiedlichste Wege, die zu Mord und Totschlag, aber auch zur Aufklärung des Geschehens führen. Dass die Entscheidung für schuldhaftes Vergehen letztlich einen Pakt mit dem Teufel darstellt, und welche Auswirkungen dies auf die Psyche des Täters hat, wird gerade durch die Live-Rezitation umso eindrücklicher.

Erholung winkt in der Pause wie stets bei Bewirtung und Verköstigung mit exzellenten, thematisch auf die Krimigeschichten abgestimmten „Mörderhäppchen“, die dieses Mal von der Theatergruppe Laterna Mystica angeboten werden.

Karten für die Krimilesung, inklusive Eintritt in das Museum und Bewirtung in der Pause: 15,– €/Person,  

Reservierung unter:

Tel.: 07043/ 9506922 und 07043 / 951610 oder E-Mail:

Die Krimilesung ist nur für Erwachsene!

Das Faust-Museum/Faust-Archiv der Stadt Knittlingen präsentiert am Sonntag, den 5. März 2017 um 16 Uhr den Vortrag “Reformation im Enzkreis – Faust, Reuchlin und die Persönlichkeiten des 16. Jahrhunderts”, mit dem Leiter des Remchinger Römermuseums und Archäologen Jeff Klotz.

Die Reformation und Renaissance haben die Region um Pforzheim und Bretten maßgeblich beeinflusst. Die Namen bedeutender Persönlichkeiten wie Melanchthon, Reuchlin, Kepler oder Heylin sind untrennbar mit der Region um Knittlingen verknüpft. Im Rahmen eines Vortrages sollen die Geschehnisse zur Leb- und Wirkzeit dieser Zeitgenossen des historischen Fast erläutert werden. Wie sah das Leben in der Region im 15. und 16. Jh. aus? Welche Veränderungen brachte die Reformation? Welche Bedeutung hatte die Pforzheimer Lateinschule und was hatte es mit der Poststation in Knittlingen auf sich? Diese und viele weitere Fragen werden in einem kurzweiligen Vortrag im Faustmuseum/Faustarchiv beantwortet. 

Jeff Klotz, geb. 1990, wuchs in Remchingen und Kopenhagen auf. Er studiert Geschichte, Ur- und Frühgeschichte an der Universität Heidelberg. Seit 2010 ist er mitverantwortlich für den Aufbau des Römermuseums in Remchingen, das er seit 2011 leitet. Darüber hinaus ist Jeff Klotz seit 2013 Vorsitzender der Kultur- und Museumslandschaft Nordschwarzwald und seit 2015 Kurator des Archäologischen Museums Pforzheim. Seine Forschungsschwerpunkte sind „Die Römer im deutschen Südwesten“ und „Das Zeitalter des Barocks und der Aufklärung“.

Das Faust-Archiv Knittlingen lädt herzlich ein zum Vortrag am Sonntag, den 5. März 2017 um 16 Uhr im Vortragssaal des Faust-Archivs der Stadt Knittlingen.

Der Eintritt ist frei! Weitere Infos unter: 07043/951610 und 07043/9506922 oder E-Mail: .

 

Am Samstag, den 18. Februar 2017 um 20 Uhr präsentiert das Faust-Museum/Faust-Archiv gemeinsam mit dem Kulturkeller Cellarium e.V. die Musiker Seth Lakeman und Saori Jo

Seth Lakeman
Seth Lakeman

Der Musiker Seth Lakeman zählt zu den wegweisenden Pionieren der blühenden britischen Folkszene. Von der Times als „new folk hero“ gefeiert, wurde Lakeman bereits mit zwei BBC Folk Awards ausgezeichnet und 2005 für den Mercury Prize nominiert. Sein Album „Poor Man’s Heaven“ (2008) schaffte es bis in die UK Top Ten und verkaufte über 100.000 Einheiten, was für ein Folkalbum einen immensen Erfolg bedeutet. Dem Multiinstrumentalisten ist es gelungen, die traditionelle englische Folkmusik mit seinen energetischen Shows und diversen Charthits im Mainstream zu platzieren, wodurch er den Weg für Bands wie Mumford & Sons erst geebnet hat.

Auch in Deutschland konnte Seth Lakeman Erfolge verbuchen. „Exquisite Band – exzellent aufeinander eingestellt“, lobte der Tagesspiegel und das Magazin Stern kürte seinen UK-Top-20-Erfolg „Hearts & Minds“ sogar zum Album der Woche. Als ‘ Special Guest ‘ von Runrig spielte er vor mehr als 40000 Zuschauern und wurde frenetisch gefeiert. Anfang 2017 kommt Seth Lakeman nun endlich wieder auf Europatournee, nicht nur mit seinen Hits der vergangenen Jahre, sondern auch mit neuen Songs aus dem ‚Ballads of The Broken Few’ Album (Cooking Vinyl), das er zusammen mit dem Erfolgsproduzenten Ethan Johns und unterstützt durch ein weibliches Trio, die Wildwood Kins, aufgenommen hat.

Saori Jo
Saori Jo

Der zweite Show-Act, Saori Jo, bewegt sich zwischen Folk, Rock und Pop, spielt mit Einflüssen verschiedener Genres und fühlt sich auch im Blues wohl. Schon als Kind fand sie in der Musik einen Weg, ihre Emotionen auszudrücken, lernte Klavier und Gitarre spielen. Im Austausch mit anderen Musikern und in der Zusammenarbeit besonders mit Ian Anderson, dem Leadsänger von Jethro Tull, entwickelte sie neue Wege und Stile für sich. Ihre Liebe zum Folk ist ihr geblieben, und so verführt Saori Jo ihre Zuhörer heute mit ihrer klaren, starken und dabei sanften Stimme. Saori Jo war für mehr als 60 Shows in der Zeit von 2008 bis 2010 Support-Act von Ian Anderson und seiner Band Jethro Tull. In mehr als 200 eigenen Shows konnte sie das Publikum europaweit begeistern. Ebenso als Support Act der legendären Manfred Mann´s Earth Band konnte die Band um Saori Jo überzeugen.

Nun spielt die 2006 gegründete Band erneut im Cellarium und freut sich, neben bekannten auch neue Stücke präsentieren zu können. Begleitet wird Saori Jo vom Gründungsmitglied und Arrangeur Miguel Ruiz (Guitars, Background Vocals) und dem neuen Bandmitglied Katia Jacob (Bass).

Die Stadt Knittlingen Knittlingen lädt gemeinsam mit dem Kulturkeller Cellarium e.V. herzlich ein zum Konzert im Cellarium von Seth Lakeman und Saori Jo am Samstag, den 18. Februar 2017 um 20 Uhr.

Vorverkauf: 16 €, zzgl. VVK-Geb.
Abendkasse: 19 €

Einlass: 19 Uhr
Beginn: 20 Uhr  (Sitzplätze und Stehplätze)

VVK: beim Faustmuseum Knittlingen sowie allen Reservix-VVK-Stellen

Infos unter Telefon: 07043 / 95 16 10 und 07043 / 950 69 22
und per E-Mail:

Gratis-Eintritt, kostenlose Führung durch die Dauer-Ausstellung, Druckwerkstatt im Vortragssaal des Faust-Archivs und Weihnachts-Shooting im Museum am dritten Advents-Wochenende

Das Faust-Museum präsentiert sich in der Vorweihnachtszeit als „Adventskalender-Haus“, festlich geschmückt und beleuchtet. Am Weihnachtsmarkt bietet das Faust-Museum/Faust-Archiv dann ein Sonderprogramm: So öffnet das Museum seine Pforten bei verlängerten Öffnungszeiten und kann am Freitag, den 9. Dezember 2016 und am Samstag, den 10. Dezember 2016 bei Gratis-Eintritt bis 22 Uhr sowie am Sonntag, den 11. Dezember 2016 bis 20 Uhr besucht werden. Besonderheit im Foyer des Faust-Museums: das Weihnachts-Foto-Shooting. Unter einem Weihnachtsbaum mit Schneelandschaft werden professionelle Fotos von Volker Henkel (fotomoment) geschossen, die im Museums-Shop sofort ausgedruckt erworben werden können.

Am Samstag, den 10. Dezember 2016 von 16 bis 21 Uhr und am Sonntag, den 11. Dezember 2016 von 11 – 20 Uhr präsentiert sich dann wie im letzten Jahr die historische Druckwerkstatt für Kinder und Erwachsene im Vortragssaal des Faust-Archivs. Die Drucker im historischen Gutenberg-Gewand weihen in die Geheimnisse der Druckerkunst ein, wobei ganz persönliche und individuelle Geschenke geschaffen werden.

Am Sonntag, den 11. Dezember 2016 kann um 15:15 Uhr eine Gratis-Führung durch das Faust-Museum besucht werden, auf den Spuren des Faust-Mythos‘, angefangen beim historischen Georg Johann Faust aus Knittlingen und seinem rätselhaften Leben in der Zeit der Renaissance, über Goethes „Faust“ bis hin zu Faust in Theater, Film und Musik des 20. und 21. Jahrhunderts.

Vor und nach dem Eintauchen in Geschichte, Kunst und Literatur in weihnachtlicher Atmosphäre locken direkt vor Museum und Archiv Glühwein und Leckereien auf dem Weihnachtsmarkt.

Das Faust-Museum/Faust-Archiv Knittlingen lädt herzlich ein zur öffentlichen
Gratis-Führung und weihnachtlichem Programm am dritten Advents-Wochenende!

Weitere Infos unter Tel.: 07043/951610 und 07043/9506922 oder per E-Mail:

Music@Faust-Museum – zweite Runde der Veranstaltungsreihe mit Musik begabter Künstler im Faust-Museum in Zusammenarbeit mit dem Kulturkeller Cellarium e.V. am Samstag, den 26. November 2016 um 20.00 Uhr
Diesmal mit der Sängerin Bettina Schelker aus der Schweiz!

Bettina Schelker
Bettina Schelker

In Runde 2 der neuen Veranstaltungsreihe Music@Faust-Museum, bei der außergewöhnliche Musiker im atmosphärisch dichten Ambiente des abendlichen Faust-Museums ihre Songs zwischen Vitrinen und Exponaten präsentieren, spielt aus der Schweiz das Multitalent Bettina Schelker.

Drei Runden hat sie gebraucht, um 2004 als Schweizer Meisterin im Frauenboxen aus dem Ring zu steigen. Aber nicht nur dort, sondern auch als Singer-Songwriterin hat sie den richtigen Punch. Kaum eine Schweizer Sängerin ist weltweit so viel unterwegs wie Bettina Schelker. Im Januar 2015 gastierte sie für zehn Konzerte in Australien. Im März und April trat sie elf Mal in Amerika auf. Ihre diesjährige beginnende Europa-Tournee führt sie (bis jetzt) durch sieben Länder. Seit 1998 führt sie ihre eigene Plattenfirma «foundagirl records». 2013 wurden Sie und ihre Band “The Blackberry Brandies” von der Gitarrenlegende Eric Clapton persönlich als Support seiner Show an der Baloise Session in der Messe Basel ausgewählt. Das Konzert wurde durch das Schweizer Fernsehen aufgezeichnet und auf fünf Kontinenten in über 140 Ländern ausgestrahlt.

2014 produzierte sie mit dem Engländer Neil Ferguson, der unter anderen den Chumbawamba Welthit “Tubthumping” produziert und aufgenommen hat, ihr neues Album “Now What Maybe”. Auf dem neuen Album bewegt sich die Sängerin/Songschreiberin mit der Single “Uma Thurman” in Richtung Pop, vergisst jedoch ihre Folk-, Country- und Blues-Wurzeln nicht. „Es ist ein echtes Kunststück Johnny Cash zu zitieren und dabei zu grinsen, statt in Ehrfurcht zu versinken. Und genau das schafft Bettina Schelker auf “Now What Maybe”. Einen ganz eigenen Charme mit Staub an den Stiefeln und Zwinkern im Auge in zehn Ohrwürmer zu verpacken.“(Tracks-Magazin) “Bettina Schelker kann noch, was viele unterwegs verlernt zu haben scheinen: Gitarre umschnallen und los gehts! Musik von fraulich stark bis frecher Weiblichkeit.” (Taxi Magazin)

Begleitet wird Bettina Schelker im Faustmuseum von ihrem Gitarristen Mike Bischoff.

Weitere Infos unter: www.bettinaschelker.com

Das Faust-Archiv Knittlingen lädt gemeinsam mit dem Kulturkeller Cellarium e.V. herzlich ein zum zweiten Konzert der Reihe „Music@Faust-Museum“ am

Samstag, den 26. November 2016 um 20 Uhr im Faust-Museum der Stadt Knittlingen.

Vorverkauf: 10 €
Abendkasse: 13 €

Einlass: 19:30 Uhr
Beginn: 20 Uhr

VVK: beim Faustmuseum Knittlingen sowie Ratzefummel in Knittlingen,
Tourist Info Bretten, Buch Elser&Reisebüro Durchblick, Mühlacker

Infos unter Telefon: 07043 / 95 16 10 und 07043 / 950 69 22
und per E-Mail:

„Das Klassische nenne ich das Gesunde und das Romantische das Kranke“ – Romantik-Kritik bei Goethe und Peter Hacks.
Vortrag von Prof. Dr. Gunther Nickel (Johannes-Gutenberg-Universität Mainz) am Sonntag, den 6. November 2016 um 16 Uhr im Faust-Archiv

Prof. Dr. Gunther Nickel
Prof. Dr. Gunther Nickel

Am Sonntag, den 6. November 2016 um 16 Uhr präsentiert das Faust-Museum/Faust-Archiv den Vortrag des Literaturwissenschaftlers Prof. Dr. Gunther Nickel von der Johannes-Gutenberg-Universität Mainz über eine spannende Auseinandersetzung Goethes mit der Romantik.

Johann Wolfgang von Goethe hat nicht nur unsterbliche Werke verfasst, die über ihre zeitlose Aussagekraft bis heute und in die Zukunft hinein als wegweisend gelten, sondern auch zu literarischen und kulturellen Strömungen seiner Zeit deutlich Stellung bezogen, ja sogar Kritik und Lob über seine Werke ausgedrückt.

Gerade seit dem Erscheinungsjahr des Faust I, 1808, hat sich Goethe wiederholt äußerst kritisch über die romantische Bewegung in Deutschland geäußert. Noch im zweiten Teil seines Faust-Dramas, den er erst kurz vor seinem Tod im Jahre 1832 abschloss, und den er erst posthum veröffentlichten ließ, spielt die Entgegensetzung von Klassik und Romantik eine entscheidende Rolle.

Der Vortrag von Prof. Dr. Nickel wird zunächst die Entstehung dieser Kontroverse und die Bedeutung, die sie für die Gestaltung des „Faust II“ hat, nachzeichnen. Dadurch werden beide Teile des „Faust“ von Goethe über einen ganz besonderen Aspekt literaturgeschichtlicher Anschauung miteinander verklammert. Im zweiten Teil seines Vortrags wird Prof. Dr. Nickel die Nachwirkungen und Fortsetzung dieser Kritik an der Romantik nach dem Zweiten Weltkrieg in der DDR thematisieren, die bis heute nachwirkt – ein Brückenschlag von der Romantik bis in die Gegenwart.

Prof. Dr. Gunther Nickel, geboren 1961, absolvierte das Studium der Germanistik und Musik in Oldenburg und war von 1994 bis 2002 als wissenschaftlicher Mitarbeiter in der Handschriftenabteilung des Deutschen Literaturarchivs Marbach beschäftigt. Seitdem arbeitet Prof. Nickel auch als Lektor des Deutschen Literaturfonds in Darmstadt, seit 2003 lehrt er Neuere deutsche Literaturgeschichte an der Johannes Gutenberg-Universität in Mainz.

Gunther Nickel ist Autor zahlreicher Publikationen zur deutschen Literatur, Herausgeber u. a. des »Geheimreports« und des »Deutschlandberichts für das amerikanische Kriegsministerium« von Carl Zuckmayer (gemeinsam mit Johanna Schrön) sowie der fünfbändigen Edition »Gesammelte Schriften« von Siegfried Jacobsohn (gemeinsam mit Alexander Weigel).

Das Faust-Museum/Faust-Archiv Knittlingen lädt herzlich ein zu dem Vortrag von Prof. Dr. Gunther Nickel am Sonntag, den 6. November 2016 um 16 Uhr im Vortragssaal des Faust-Archivs.

Eintritt frei.

Telefon: 07043 / 950 69 22 und 07043 / 95 16 10 oder

E-Mail:

Diese Veranstaltung wird gefördert durch

die Arbeitsstelle für literarische Museen,

Archive und Gedenkstätten in Baden-Württemberg

Am Samstag, den 29. Oktober 2016 um 19.00 Uhr präsentiert das Team des Faust-Museums/Faust-Archivs ein weiteres Mal die beliebte Veranstaltung „Mörderstimmung im Museum“ – Krimilesung im Faust-Museum.

alexander-o-miller-3
Alexander O. Miller

Der renommierte und mittlerweile für seine legendären Krimilesungen in Knittlingen bekannte Schauspieler, Rezitator und Moderator Alexander O. Miller aus Mannheim liest in der einzigartigen Kulisse des abendlich dämmrigen Faust-Museums faustische und spannende Kriminalgeschichten.

Dabei verkörpert Alexander O. Miller wieder die unterschiedlichsten Charaktere und ihre so vielfältigen Gefühle: Angst oder Ahnungslosigkeit des Opfers, Gewalt oder Heimtücke des Täters, Klugheit und Gedankenspiel des Detektivs. Wie von selbst vermittelt Alexander O. Miller dem Publikum dabei die breite Palette mörderischer Situationen und Kontexte, sei es die atemlose Spannung, die im finalen Schlag des Mörders kulminiert oder die Ausweglosigkeit, wenn der Schuldige sich seinem ganz persönlichen Teufelspakt stellen muss. Erholung winkt in der Pause wie stets mit exzellenten „Mörder-Häppchen“ der Knittlinger Landfrauen. Auch dieses Mal wird das Fingerfood mit Überlebensgarantie thematisch auf die Krimigeschichten abgestimmt sein.

Der Startschuss für das kriminalistische Spektakel fällt um 19.00 Uhr im ersten Stock des Faust-Museums.
Karten für die Krimilesung, inklusive Eintritt in das Museum und Bewirtung in der Pause: 15,– €/Person.

Karten gibt es im Faust-Museum oder im Faust-Archiv, Reservierung unter:
Tel.: 07043/ 9506922 und 07043/ 951610 oder E-Mail:

Die Krimilesung ist nur für Erwachsene!

Faust kulTinarisch – Museumstheater mit Weinprobe bei backfrischen Köstlichkeiten im Faust-Archiv

Samstag, den 22. Oktober 2016.
Beginn um 17 Uhr mit einem Sektempfang im Foyer des Faust-Museums

Am Samstag, den 22. Oktober 2016 um 17 Uhr präsentiert das Faust-Museum/Faust-Archiv der Stadt Knittlingen in Kooperation mit der Theatergruppe Laterna Mystica, den Weingärtnern Freudenstein sowie der Bäckerei Reinhardt ein Museumstheater mit anschließender Weinprobe und Genüssen im Faust-Archiv unter dem Titel „Faust kulTinarisch“.

Wie stets beginnt die Zeitreise durch die Welt des Faust mit einem Sekt-Empfang im Foyer des Faust-Museums. Die darauffolgende Theaterführung entführt die Zuschauer zunächst nach Italien zur Renaissance-Zeit, wo sich Faust dem Sex-Appeal einer berühmten Giftmischerin erwehren muss. Danach gelingt der Sprung über England zurück nach Deutschland, um in einem dramatischen Finale, mit Goethe, aktuellen Bezügen in die 80er/90er-Jahre des 20. Jahrhunderts sowie Seitenblicken in die Antike zu gipfeln.

Nach so viel Pathos und Theatralik weihen unsere Weinkenner im historischen Ambiente des barocken Schulsaals im Faust-Archiv bei einer herbstlichen Weinprobe in die Geheimnisse der edlen Tropfen aus der Region mit exklusiven backfrischen Köstlichkeiten ein.

Preis: 22,- €/Person, inklusive Eintritt, Theaterführung, Sektempfang, Weinprobe mit fünf Weinen sowie backfrischen Köstlichkeiten.

Anmeldung und Kartenvorverkauf:

Tel.: 07043/951610 und 9506922

E-Mail:

Faust-Museum/Faust-Archiv

Kirchplatz 2 und 9

75438 Knittlingen

www.faustmuseum.de

„Steinbrüche vor und hinter der Steige“
Steinabbau in Maulbronn und Knittlingen
Vortrag von Martin Ehlers und Eckart Schwab im Steinhaus der Stadt Knittlingen
am 30. September 2016 um 19 Uhr

Maulbronns Stadtarchivar Martin Ehlers verfolgt als erster Referent des Abends in seinem reich bebilderten Vortrag die Geschichte der Steinbrüche in der Klosterstadt. Diese spielten auch bei der Gründung der Zisterzienserabtei Maulbronn im Mittelalter eine bedeutende Rolle, da die Anlage in der Romanik aus gelbem und in der Gotik aus rotem Sandstein erbaut wurde. Rings um das Kloster gab es rund zehn Steinbrüche. Auf dem Areal eines ehemaligen klösterlichen Steinbruchs wurde der Schafhof als Wirtschaftshof errichtet.

Vor allem ab dem 19. Jahrhundert entwickelten sich mit dem Eisenbahnbau ab 1850 und in der so genannten Gründerzeit nach 1870 die Maulbronner und Schmieer Steinbrüche zum wichtigsten Wirtschaftsfaktor an beiden Orten. Mit dem Ersten Weltkrieg verloren die örtlichen Betriebe immer mehr an Bedeutung, so dass heute in Maulbronn nur noch ein Steinbruch an der Stuttgarter Straße betrieben wird.
Vom Elfinger Berg auf Maulbronner Seite zieht sich das reiche Sandsteinvorkommen bis zur Knittlinger Steige hin. Dort wurde umfangreich gelber Sandstein abgebaut, wie der Beschreibung des Oberamts Maulbronn aus dem Jahr 1870 zu entnehmen ist: „An der alten Straße nach Maulbronn, etwa ½ Stunde südöstlich vom Ort, sind 4 großartige Steinbrüche angelegt, aus denen vorzügliche Keuperwerksteine gewonnen, und weithin, bis nach Karlsruhe abgesetzt werden.“

illustration-fuer-plakat_steinbrecher-im-steinbruch-burrer

Solchen und weiterer Spuren zur örtlichen Steinhauertradition in Knittlingen geht der bekannte Heimatforscher Eckart Schwab im zweiten Teil des Vortragsabends nach. Dabei werden auch das soziale und familiäre Umfeld der Steinhauer-Familien beleuchtet, wie auch die Besonderheit der Knittlinger Sand- und Kalksteinbrüche. Zum Abschluss folgt ein kurzweiliger Ausblick auf den Schmieer Steinbruch im Ruitbrunnen mit seinen plastisch gestalteten Steinwänden.

Martin Ehlers ist seit 25 Jahren Stadtarchivar der Stadt Maulbronn und Geschäftsführer des Instituts für Sportgeschichte Baden-Württemberg e.V. Er ist Autor zahlreicher Publikationen zu sport-, regional-, und kunstgeschichtlichen Themen sowie Kurator einer Reihe von vielseitigen Ausstellungen zu Geschichte und Kunst.

Eckart Schwab aus Knittlingen forscht seit vielen Jahren zu unterschiedlichen Themen der Knittlinger Geschichte und hält jährlich überaus erfolgreiche und akribisch recherchierte Vorträge im Faust-Archiv. Zuletzt beschäftigte er sich mit der Geschichte des „Roten Meeres“ in Knittlingen und dem sogenannten „Storchennest“, wie auch mit der Motorisierung der Knittlinger Landwirtschaft.

Der Vortrag von Martin Ehlers und Eckart Schwab findet statt am
Freitag, den 30. September 2016 um 19 Uhr im Steinhaus der Stadt Knittlingen.

Der Eintritt beträgt 3,- Euro pro Person.

Karten sind erhältlich im Faust-Museum und Faust-Archiv sowie an der Abendkasse im Steinhaus.
Informationen und Reservierung unter:
Tel.: 07043/ 9506922 und 07043/ 951610 oder
E-Mail:

Vortrag im Faust-Archiv mit
Prof. Dr. Claus Priesner über 
„Draculas Gefolgschaft“ – Eine kleine Kulturgeschiche des Vampirglaubens 
am Sonntag, den 18. September 2016
um 16 Uhr

 

 

Im 18. Jahrhundert tauchten Berichte aus dem Balkanraum auf, nach denen dort Vampire ihr Unwesen treiben sollten. Bestimmte kürzlich verstorbene Personen würden nachts aus ihren Gräbern aufstehen, die Lebenden in ihren Betten überfallen und deren Blut aussaugen, so hieß es. Die Obrigkeiten entsandten Untersuchungskommissionen, Tote wurde exhumiert und man stellte überrascht fest, dass gewisse Leichen in der Tat ein erstaunlich frisches Aussehen aufwiesen und scheinbar auch flüssiges Blut in sich trugen.

Der Vortrag wird der Frage nachgehen, wie es zu solchen Vorkommnissen kommen konnte, wie die damalige Wissenschaft darauf reagierte und welche tief im Denken des Volks verankerten Vorstellungen dem Glauben an “Draculas Gefolgschaft” zugrunde liegen. Auch die bis heute anhaltende Faszination mit dem Thema “Vampir” in Literatur und Film wird beleuchtet.

Johann Heinrich Füssli, "Nachtmahr"
Johann Heinrich Füssli, “Nachtmahr”

Prof. Dr. Claus Priesner ist diplomierter Chemiker und lehrte als Professor für Geschichte der Naturwissenschaften an der Universität München. Bis 1984 war Prof. Priesner am Institut für Geschichte der Naturwissenschaften des Deutschen Museums tätig, daneben von 1984 bis Ende 2011 hauptamtlicher Redakteur für Naturwissenschaften, Technik und Medizin bei der Neuen Deutschen Biographie (NDB), der von der Historischen Kommission bei der Bayerischen Akademie der Wissenschaften in München herausgegebenen deutschen Nationalbiographie.

Die Schwerpunkte der wissenschaftlichen Arbeit Prof. Priesners sind die Geschichte der Alchemie, der Chemie und der chemischen Technik vom 16. bis 19. Jh. sowie die Geschichte der Natur- und der Volksmagie (Okkultismus, „Aberglauben“). Ansatzpunkt bildet hierbei stets die Einbindung dieser Bereiche in die gesamthistorische Entwicklung und deren wechselseitige Bedingtheit. Claus Priesner ist Autor der zu Beginn des Jahres 2015 veröffentlichten großen „Kulturgeschichte der Chemie“ sowie einer „Geschichte der Alchemie“ (2011) und  des Bandes „Grenzwelten. Schamanen, Magier und Geisterseher“ (2008).

Das Faust-Archiv Knittlingen lädt herzlich ein zum Vortrag über die Geschichte des Vampirwesens am Sonntag, den 18. September 2016 um 16 Uhr im Vortragssaal des Faust-Archivs der Stadt Knittlingen.

Der Eintritt ist frei!

Weitere Infos unter: 07043/951610 und 07043/9506922 oder E-Mail: .

Diese Veranstaltung wird gefördert durch die Arbeitsstelle für literarische Museen, Archive und Gedenkstätten in Baden-Württemberg.

„Faustisches Florett“ – eine scharfzüngige literaturwissenschaftliche Diskussion mit Dr. Jost Eickmeyer (Freie Universität Berlin) und Dr. Denise Roth (Faust-Museum/Faust-Archiv)

 

Am Sonntag, den 10. Juli 2016 um 16.00 Uhr präsentiert das Faust-Museum/Faust-Archiv die Veranstaltung „Faustisches Florett“ – eine literaturwissenschaftliche Diskussion.

Die freundschaftlich verbundenen „Gegner“ sind, wie schon bei den Gretchen-Tagen im Vorjahr, die Leiterin des Faust-Museums/Faust-Archivs, Dr. Denise Roth sowie der Literaturwissenschaftler Dr. Jost Eickmeyer von der Freien Universität Berlin.

Wurden beim Gretchen-Festival die Klingen über Charakter, Schuld und mögliche Vergebung der Margarethe in Goethes „Faust“ gekreuzt, so wird dieses Mal DIE zentrale Stelle des Dramas ins Visier genommen: der Pakt.
Der Bund mit dem Bösen, der Pakt mit dem Teufel, der jegliches Kunstwerk zu einem faustischen werden lässt, besteht klassischerweise aus einem simplen Vertrag: Faust verkauft seine Seele für die Erfüllung seines existenziell wichtigen Wunsches, nämlich Erkenntnis.
Doch Johann Wolfgang von Goethe hat dieses Motiv entscheidend verändert – scheinbar nur eine Akzent-Verschiebung und doch mit weitreichenden Folgen für den gesamten Verlauf des Dramas: Aus dem Pakt wird eine Wette.

„Die Wette biet‘ ich“, sagt Faust und fährt fort, seine Bedingung zu stellen, für deren Erfüllung er bereit ist, seine Seele zu geben:

„Werd ich zum Augenblicke sagen:
Verweile doch! du bist so schön!
Dann magst du mich in Fesseln schlagen,
Dann will ich gern zugrunde gehn!“

Wie diese Szene, ihre Vorgeschichte und deren Konsequenzen innerhalb des Stückes ganz unterschiedlich und vielseitig zu interpretieren sind, und vor allem, wie viel Diskussionsstoff sie liefert, das werden die Zuschauer in einer Art „literarischem Duett“ mit zwei Kontrahenten im Vortragssaal des Faust-Archivs erleben.

Dr. Jost Eickmeyer studierte 2001 bis 2005 Germanistik, Latein und Philosophie an der Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg, wo er über „Der jesuitische Heroidenbrief. Zur Christianisierung und Kontextualisierung einer antiken Gattung in der Frühen Neuzeit“ promovierte. Zunächst wissenschaftlicher Mitarbeiter am Germanistischen Seminar in Heidelberg, lehrt Dr. Jost Eickmeyer seit dem Sommersemester 2015 an der Freien Universität Berlin und forscht u.a. zu Rom in der deutschen Literatur sowie im Rahmen seines Habilitationsprojekts zum Verhältnis zwischen Literatur und Hörspiel

Das Faust-Museum/Faust-Archiv Knittlingen lädt herzlich ein zur literaturwissenschaftlichen Diskussion „Faustisches Florett“ am Sonntag, den 10. Juli 2016 um 16 Uhr im Vortragssaal des Faust-Archivs.

Eintritt frei.

Tel.: 07043/ 9506922 und 07043/ 951610 oder E-Mail:

Diese Veranstaltung wird gefördert durch
die Arbeitsstelle für literarische Museen,
Archive und Gedenkstätten in Baden-Württemberg

 

Vortrag, Rezitation und Musikvorführung

Von Dr. Denise Roth (Literaturwissenschaft), Alexander O. Miller (Rezitation) und Tobias Krause (Gesang, Gitarre).

Eine Veranstaltung der Goethe-Gesellschaft Kassel in Kooperation mit dem Institut für Literaturwissenschaften am 10. Mai 2016

Mit Goethes Gestaltung des Faust-Stoffes entstand eine Flut musikalischer Umsetzungen der verschiedensten und renommiertesten Komponisten. Die Genre reichen dabei bis heute von einzelnen Liedern über Schauspielmusik bis hin zu ganzen Opern.

Eher unbekannt aber ist die Tatsache, dass auch die Pop- und Rockmusik sich dem Faust-Stoff gewidmet hat, ja, dass Rockmusik durch seine Entstehungsgeschichte und seine spezifischen Eigenschaften selbst als „faustisch“ angesehen werden kann. Dazu zählen Grenzüberschreitung, Normbrechung und Entfesselung der Sinne durch spezifische Rhythmen, Instrumente und den emotionalen Einsatz der Stimme, ohne dabei auf konventionelle Schönheit abzuzielen.

Eine Vielzahl von Rock- und Popsongs spielt mit faustischen Motiven, sei es mit dem bösen Treiben des Teufels auf Erden, der Versuchung des Teufelsbundes oder der Wette zwischen Gott und Teufel um die Seele des Menschen. Diese Themen werden dabei über die sogenannten „lyrics“, die Texte der Rock- und Pop-Songs, transportiert, entfalten ihre volle Bedeutung jedoch erst aus dem Zusammenspiel von Wort und Musik, was auch für die Interpretation zu berücksichtigen ist.

Faust kulTinarisch – NEUE THEATERFÜHRUNG im Faust-Museum mit anschließender Weinprobe und Genuss im Faust-Archiv

Am Samstag, den 25. Juni 2016 um 18 Uhr präsentiert das Faust-Museum/Faust-Archiv der Stadt Knittlingen in Kooperation mit der Theatergruppe Laterna Mystica, den Weingärtnern Knittlingen sowie der Bäckerei Reinhardt ein Museumstheater mit anschließender Weinprobe und Köstlichkeiten unter dem Titel „Faust kulTinarisch“. Wie stets beginnt die Zeitreise durch die Welt des Faust mit einem Sektempfang im Foyer des Faust-Museums.

Dieses Mal führt die darauffolgende Theaterführung in völlig neue Szenerien und erweckt für die Besucher bekannte historische Figuren zum Leben:

Die erste Station führt nach Italien zur Renaissance-Zeit, wo eine berühmte Giftmischerin den Knittlinger Georg Johann Faust umgarnt.
Danach geht die Reise nach England, um in einem dramatischen Finale im Deutschland der 80er/90er-Jahre mit Seitenblicken in die Antike zu gipfeln.

Nach so viel Pathos und Theatralik weihen unsere Experten im historischen Ambiente des barocken Schulsaals im Faust-Archiv bei einer sommerlichen Weinprobe in die Geheimnisse der edlen Tropfen aus der Region mit exklusiven backfrischen Köstlichkeiten ein.

Preis: 22,- €/Person, inklusive Eintritt, Theaterführung, Sektempfang, Weinprobe mit fünf Weinen sowie backfrischen Köstlichkeiten.

Öffentlicher Vortrag: „Poetische Ermittlungen. Frühneuzeitliche Dämonologie in moderner Dichtung“ mit Prof. Dr. Tobias Bulang, Universität Heidelberg am Freitag, den 10. Juni 2016 um 17 Uhr im Faust-Archiv

Zwischen dem 15. und 17. Jahrhundert entstand eine Reihe dämonologischer Schriften, welche als Wissenschaft von den Hexen juristische und theologische Handreichungen zu den grausamen Hexenverfolgungen der frühen Neuzeit bereitstellten, wie z.B. Sprengers einflussreicher Hexenhammer (Erstdruck 1487) oder Jean Bodins Démonomanie des sorciers (zuerst franz. 1580). Auch die Schriften der Gegner der Malefizprozesse gehören zu diesem Komplex, im Streit zwischen Gegnern und Verteidigern entfaltet sich – begleitet von bildlichen Hexendarstellungen – ein breites Schrifttum zum Thema, welches seinerseits zum Gegenstand dichterischer Auseinandersetzungen wurde, die bis in die heutige Zeit nicht abreißen.  Goethes Faust, die Erzählungen E.T.A. Hoffmanns oder der epochale Roman Die Dämonen von Heimito von Doderer seien hier nur stellvertretend für eine Reihe von dichterischen Aufgriffen dieses Quellenkomplexes genannt. Der Vortrag widmet sich den vier Hexengedichten des 2005 verstorbenen Lyrikers Thomas Kling, welche in dem Band Sondagen von 2002 erschienen. Klings dichterische Erkundungen historischer Dokumente und Sprachwelten sind in hohem Maße voraussetzungsreich und hermetisch und auch für den geübten Interpreten alles andere als leichte Kost.  Klings poetische Ermittlungen konfrontieren historische Text- und Bilddokumente anachronistisch mit Sachverhalten unserer technisch und medial vermittelten Gegenwart. In solchen provokanten und programmatisch gesuchten Kurzschlüssen vollzieht sich überraschende Vergegenwärtigung von hoher sprachlicher Intensität.

Prof. Dr. Tobias Bulang studierte Germanistik und Philosophie an der Technischen Universität Dresden und der Ohio-State-University in Columbus/OH (USA). Im Jahre 2002 erfolgte die Promotion mit einer Arbeit über Dichtung in der Zeit des Historismus an der TU Dresden. Durch die Universität Zürich wurde im Jahre 2010 die venia legendi für „Deutsche Literaturwissenschaft. Literatur bis 1700“ erteilt. Die Habilitationsschrift befasst sich mit enzyklopädischen Dichtungen in Mittelalter und früher Neuzeit. Nach Stationen in Göttingen, Dresden, Zürich und München wurde Tobias Bulang im Jahr 2012 auf die Professur für Ältere deutsche Philologie mit dem Schwerpunkt wissensvermittelnder Literatur an der Ruprecht-Karls Universität Heidelberg berufen. 

Das Faust-Museum/Faust-Archiv Knittlingen lädt herzlich ein zum Vortrag über Dämonologie in moderner Dichtung am Freitag, den 10. Juni 2016 um 17.00 Uhr im barocken Vortragssaal des Faust-Archivs Knittlingen.

Eintritt frei!

Infos unter: Tel.: 07043/ 9506922 und 07043/ 951610 oder E-Mail:

Skip to content