Das Faust-Museum/Faust-Archiv Knittlingen präsentiert:
„Goethe: Faust I“ – Kommentierte Darbietung von und mit Michael Quast und Philipp Mosetter


Freitag, 20. März 2026, 19:00 Uhr, Weissachtalhalle Freudenstein
Eintritt regulär 26 €, ermäßigt 22 €
Karten sind im Faust-Museum sowie über Eventim erhältlich.

„Goethe: Faust I“ – Kommentierte Darbietung von und mit Michael Quast und Philipp Mosetter

FAUST I als Humorbuch ersten Ranges!

Wo sonst als in der Geburtsstadt des Dichters konnte diese Erkenntnis reifen und mit der gebotenen Ernsthaftigkeit auf die Bühne gebracht werden. Ein abgrundtiefer Blick auf das deutsche Nationalepos, den keine andere Inszenierung leisten kann: „Zwei Seelen wohnen, ach, in meiner Brust…“ Goethe selbst hat im Text verankert, dass nur zwei Darsteller vorgesehen sind.

Auf der Bühne daher: Herr Quast, der Meister der multiplen Rollengestaltung, zuständig für Personal und Geräuschkulisse (allein im Osterspaziergang sind das 19 Rollen), und Herr Mosetter, der Meister der Fußnote, zuständig für Subtext und Bühnenbild.

FAUST I ist das Schlachtfeld für den Kampf zwischen Herrn Quast (der immer strebend sich bemüht) und Herrn Mosetter (dem Geist, der stets verneint) unter Hinzuziehung der Psychoanalyse, der Quantentheorie und der Kunst, Papierflieger zu falten.
Gebt Ihr ein Stück, so gebt es gleich in Stücken!
Solch ein Ragout, es muß Euch glücken!

Die Koproduktion mit dem Frankfurter Künstlerhaus Mousonturm aus dem Goethejahr 1999 hat sich als wahrer Dauerbrenner erwiesen und wurde von Wien bis Hamburg gespielt. Auch die Fernsehaufzeichnung wurde wiederholt auf 3sat und im ZDF-Theaterkanal gezeigt.

Entsprechend überschlägt sich die Presse: „Es geht so ernst zur Sache, daß sich Heiterkeit ausbreitet, bevor das erste Wort gesagt ist. Ein Abend, an dem auch Goethe-Enthusiasten nicht unter ihrem Niveau lachen müssen.“ (Frankfurter Allgemeine Zeitung).
„Eine große Goethe- und Faust-Belustigung. Quast und Mosetter erfüllen damit den sehnlichen Wunsch gebildeter Menschen, sich über Bildungsinhalte unbekümmert lustig machen zu dürfen, ohne unters gebotene Niveau zu rutschen. Diese Inszenierung ist unangreifbar.“ (Frankfurter Rundschau)

Kurzum: Ein Pflichtprogramm für alle Faust-Liebhaber und Faust-Muffel!


Michael Quast hat sich sein Publikum als vielseitiger Komödiant, Conférencier und Regisseur erobert. Nach dem Studium an der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst in Stuttgart erhielt er Engagements am Düsseldorfer Kom(m)ödchen, am Staatstheater Stuttgart, an den Hamburger Kammerspielen und an den Bühnen in Frankfurt, Darmstadt, Wiesbaden und Kassel. Einen Namen machte Quast sich mit kabarettistischen Solo-Programmen und gewitzten Adaptionen großer Stoffe für kleine Besetzung, etwa mit Goethes Faust und Mozarts Don Giovanni. Für sein Schaffen erhielt der Künstler mehrere Auszeichnungen, u. a. den Deutschen Kleinkunstpreis. In Frankfurt am Main leitet der „tollkühne Theaterdirektor“ (FAZ) die Volksbühne im Großen Hirschgraben.

Philipp Mosetter lebt und arbeitet als freier Autor in Wien und Frankfurt am Main. Seit 1976 wirkt er als Autor, Kabarettist und Schauspieler, zunächst mit der Theatergruppe „Karl-Napps-Chaos-Theater“, später mit insgesamt 7 Soloprogrammen, derzeit zusammen mit Michael Quast mit den Klassikerbearbeitungen Faust I und Schiller – Verrat, Verrat und hinten scheint die Sonne. 1992 Gründung „Monolithisches Theater“, 2006 erscheint „Das Erste Wiener Taschentheater“, 2007 Gründung der „Bruce-Stanley-Society“.


Karten sind im Faust-Museum zu 26 Euro / ermäßigt 22 Euro sowie über Eventim (zuzüglich Vorverkaufsgebühr) erhältlich.

Info unter: Tel.: 07043/373-453 und 373-450,
per E-Mail:


Gefördert aus Landesmitteln durch die Arbeitsstelle für literarische Museen, Archive und Gedenkstätten in Baden-Württemberg (Deutsches Literaturarchiv Marbach).

Die Ausstellung wird verlängert bis Herbst 2026!

Faust-Museum – Neue Dauerausstellung 2024: Rock als faustische Grenzüberschreitung

Sonderausstellung im Faust-Museum –
12. April 2024 bis Ende 2025

Was hat der Faust-Mythos mit Rockmusik zu tun? Inwiefern spielt Friedrich Nietzsche hier eine Rolle? Und warum wird hier mit dem Gott des Rausches und der Ekstase, Dionysos, argumentiert?

ROCK:

Was im Geist der 1960er Jahre seine erste Blüte erlebt, entsteht schon Anfang des 20. Jahrhunderts aus der Blues-Musik. Den „blue devils“, den melancholischen Geistern und ihren Inspirationen, ergeben sich Musiker, die ihr Außenseitertum durch ein Leben „on the road“, teils exzessiven Alkoholkonsum und musikalische Virtuosität zelebrieren. 

Doch Rock-Musik überschreitet Grenzen im faustischen Sinne nicht nur im Rahmen der Musik und der Kreativität, sondern bietet eine psychisch befreiende Komponente an – auch für den Rezipienten, den Hörer, den Fan.

Genau dieses „Ventil“ des Gefühls beschrieben die Griechen in der mythologischen Götterwelt als das Reich des Gottes DIONYSOS: Sein Reich verheißt Rausch, Genuss, Ekstase – und Erlösung? Auch hier sehen wir Goethes „Faust“-Figur, die nicht nur eine Grenze überschreiten möchte, sondern keine Grenzen anerkennt: ENTGRENZUNG ALS LEBENSPRINZIP.

Ekstase und Erlösung über Musik zu finden, frei zu werden, hat kein Musiker deutlicher künstlerisch und theoretisch artikuliert als Jim Morrison von The Doors. Seine Vision eines erfüllten, harmonischen Lebens, die ganz entscheidend von Friedrich Nietzsche geprägt wurde, steht im Zentrum der neuen Sonderausstellung im Faust-Museum, mit Exponaten, Musik- und Video-Stationen, Grafiken und Texten sowie einen Atmosphäre-Raum: dem „Artificial Paradise“.

Flyer zum Download (deutsch)
Flyer for download (english)

Die Brettener Woche schreibt:

Mit einer Vernissage im Faust-Archiv in Knittlingen hat Denise Roth, Leiterin des Faust-Museums und Faust-Archivs, (…) die neue Sonderausstellung im Faust-Museum eröffnet, die sich dem Zusammenhang von Rockmusik und „faustischer Grenzüberschreitung“ widmet. Im Mittelpunkt der Ausstellung stehen die Biografie und Werke des Musikers Jim Morrison, Frontmann der Rockband The Doors. Unter dem Titel „Break on Through (To the Other Side)“, benannt nach dem ikonischen Song von The Doors, wird das „faustisch-dionysische Potential“ der Rockmusik beleuchtet. Die Sonderausstellung ist seit Freitag, 12. April, im Faust-Museum zu sehen.

Hier geht’s zum ganzen Artikel...

Einen ausführlichen Artikel zur Ausstellung lesen Sie auch im Mühlacker Tagblatt.

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