Am Sonntag, 13. September 2026, öffnet das Faust-Archiv ab 14 Uhr im Vortragssaal seine Türen zum bundesweiten Tag des offenen Denkmals – mit Faust-Café der Theatergruppe Laterna Mystica, Fachvorträgen, einer Mitmach-Lesung und prominentem Besuch


Trotz Bauarbeiten – Der Faust-Mythos lebt:

Das Faust-Museum ist derzeit wegen Brandschutzarbeiten und Erneuerung des Beleuchtungssystems geschlossen – doch der Faust-Mythos macht deshalb keine Pause. Im benachbarten Faust-Archiv geht es munter weiter: Mit Vorträgen, Lesungen und dem beliebten Faust-Café schlägt das Archiv eine Brücke in die Zukunft, bis das Museum in neuem Glanz wieder öffnet – ein eindrucksvolles Beispiel dafür ist das Programm zum diesjährigen Tag des offenen Denkmals.

Am Sonntag, den 13. September 2026, lädt das Faust-Archiv Knittlingen zu einem abwechslungsreichen Nachmittagsprogramm. Ab 14 Uhr verwandelt sich der barocke Vortragssaal der ehemaligen Lateinschule in das beliebte Faust-Café, ausgerichtet von der Theatergruppe Laterna Mystica – ein Programm aus Wissenschaft, Literatur und Social Media für Gäste jeden Alters.

Zum Auftakt um 13 Uhr wird es prominent: Der Hamburger Künstler und Schauspieler Philip Görres, alias „Phili“, besucht das Faust-Archiv. Seit Oktober 2025 stempelt er unter dem Titel „Faust in Ton“ Buchstabe für Buchstabe Goethes „Faust I“ von Hand in Tontafeln – ein einzigartiges Mammutwerk aus rund 700 Platten, das eine riesige Community begeistert: über 26.000 Follower auf TikTok, mehr als 34.000 auf Instagram, einzelne Videos mit bis zu zwanzig Millionen Aufrufen. Für seine fertigen Tafeln sucht Phili einen dauerhaften „Faustplatz“ – und da kaum ein Ort so eng mit dem Faust-Stoff verbunden ist wie die Geburtsstadt des historischen Johann Georg Faust, führte ihn sein Weg fast zwangsläufig nach Knittlingen.

Um 14 Uhr folgt ein wissenschaftlicher Vortrag: Prof. Dr. Dirk Werle von der Universität Heidelberg spricht zum Thema „Diskurs und Polemik in der frühen Neuzeit“ und gibt Einblicke in die Streitkultur einer Epoche, die auch die Faust-Überlieferung geprägt hat.

Für junge Besucherinnen und Besucher ab 8 Jahren bietet Dr. Magali Laure Nieradka, ebenfalls Universität Heidelberg, um 16 Uhr die Mitmach-Lesung „Der Zauberlehrling“ an, bei der Goethes berühmte Ballade lebendig und interaktiv vermittelt wird – und spätestens bei der Zeile „Die ich rief, die Geister, werd ich nun nicht los“ dürften auch die jüngsten Gäste mitfiebern.

Den Nachmittag beschließt um 16:30 Uhr Dr. Rainer Werthmann mit seinem Vortrag „Der Stein der Weisen: Wunschvorstellung oder frühe chemische Theorie?“, der die alchemistischen Wurzeln der Faust-Legende aus naturwissenschaftlicher Perspektive beleuchtet und einen Bogen zur frühen Chemiegeschichte spannt.

Das Faust-Archiv Knittlingen lädt herzlich dazu ein, gemeinsam bei Kaffee und Kuchen im Faust-Café den Faust-Mythos zu feiern – zwischen Vorträgen, Kunst und Magie.


Programm im Überblick

Sonntag, 13. September 2026 | Faust-Archiv | Faust-Café der Theatergruppe Laterna Mystica im Vortragssaal ab 14 Uhr

13:00 Uhr — Social-Media-Star & Künstler Philip Görres (Phili) zu Besuch

14:00 Uhr — „Diskurs und Polemik in der frühen Neuzeit“ (Prof. Dr. Dirk Werle, Universität Heidelberg)

16:00 Uhr — Mitmach-Lesung „Der Zauberlehrling“ mit Dr. Magali Laure Nieradka (Universität Heidelberg, ab 8 Jahren) Eintritt: 5,00 Euro

16:30 Uhr — „Der Stein der Weisen: Wunschvorstellung oder frühe chemische Theorie?“ (Dr. Rainer Werthmann)


Infos: Faust-Museum/Faust-Archiv Knittlingen,
Tel.: 07043/373-450,
E-Mail:  
Instagram: @faustmuseum


Gefördert aus Landesmitteln durch die Arbeitsstelle für literarische Museen, Archive und Gedenkstätten in Baden-Württemberg (Deutsches Literaturarchiv Marbach).

Mit Denis Scheck und Eva Gritzmann

Freitag, 25. September 2026, 19:00 Uhr – Alter Festsaal der Dr. Johannes-Faust-Schule Knittlingen


Seien wir ehrlich:

Beim Gedanken an deutsche Küche schüttelt es viele unserer europäischen Nachbarn immer noch. Lag da nicht aus der Zeit des Nationalsozialismus der Schatten des „Eintopfsonntags“ über dem Land? Lange galten denn auch Gruselgerichte wie Tote Oma, Kalter Hund, Mettigel, Toast Hawaii, Currywurst und Döner als typisch für die Küche der unbeliebten Krautfresser.

Das haben wir nicht verdient! Obwohl – tatsächlich ist der Döner Kebab eine deutsche, genauer gesagt eine Berliner Erfindung – die nachzuzeichnen genauso spannend ist wie die durch Uwe Timm unsterblich gemachte „Erfindung der Currywurst“. Und wahr ist auch, dass jeder Durchschnittsdeutsche 92 Tiefkühlpizzen im Jahr verspeist – Tendenz steigend! Dagegen ist das einstige deutsche „Nationalgericht“ aus dem 19. Jahrhundert, Bratwurst mit Sauerkraut, inzwischen von vielen Speisezetteln verschwunden. In dem halben Jahrhundert seit dem deutschen Küchenwunder der 70er Jahre, als Köche wie Eckart Witzigmann, Dieter Müller oder Harald Wohlfahrt der deutschen Plumpsküche die Mehlschwitzen austrieben und eine ganz eigene kulinarische Handschrift entwickelten, hat sich vieles zum Guten gewendet. Der Küchenhorizont der Deutschen hat sich enorm erweitert und internationalisiert. Gleichzeitig ist der Verzehr von Innereien in den letzten 50 Jahren um mehr als 80 Prozent zurückgegangen. Und die Zahl der Vegetarier hat sich allein in den letzten zehn Jahren fast verdoppelt.

Denis Scheck und Eva Gritzmann präsentieren im Alten Festsaal der Dr. Johannes-Faust-Schule in Knittlingen am Freitag, den 25. September 2026 um 19 Uhr mit ihrem neuen Werk eine kulinarische Autobiographie der Bundesrepublik Deutschland. Von ihrer Gründung 1949, als tatsächlich noch Schmalhans Küchenmeister war, über die Fresswelle der 50er, die erste Internationalisierung der 60er und 70er bis in unsere Gegenwart zeichnen sie in „So is(s)t Deutschland“ in hundert Rezepten ein Portrait der Bundesrepublik – und erzählen die Geschichten hinter ihren Nationalgerichten.


Dr. med. Eva Gritzmann hat nach einer Banklehre Betriebswirtschaft und Medizin studiert. Heute arbeitet sie als Ärztin in Stuttgart. Gemeinsam mit Denis Scheck hat sie zwei Bücher über Geschmacksunterschiede zwischen Männer und Frauen („Sie & Er“) und über Reife („Solons Vermächtnis“) veröffentlicht, aktuell „Kafkas Kochbuch“ (Herbst 2025).

Denis Scheck ist einer der bekanntesten Literaturkritiker Deutschlands und Moderator der Fernsehsendung „Druckfrisch“ in der ARD. Seine Großmutter war die erste Köchin von Theodor Heuss. Zuletzt erschien von Denis Scheck „Schecks Kanon“ und „Schecks kulinarischer Kompass“ (Piper).


Karten sind im Faust-Archiv zu 25 Euro / 22 Euro sowie über Eventim (zuzüglich Vorverkaufsgebühr) erhältlich.
Tel.: 07043/373450 sowie per Mail unter
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Gefördert aus Landesmitteln durch die Arbeitsstelle für literarische Museen, Archive und Gedenkstätten in Baden-Württemberg (Deutsches Literaturarchiv Marbach).


Mit Alexander O. Miller

Samstag, 24. Oktober 2026, 19:00 Uhr – Faust-Archiv Knittlingen


Foto © Alexander O. Miller

Krimilesung in faustischem Ambiente:

mittlerweile der Klassiker des Veranstaltungsprogramms, zu dem sich nicht nur Fans mörderischer Geschichten, sondern auch die der unvergleichlichen Ausdruckskraft Alexander O. Millers einfinden. Mit Einfühlungsgabe und Theatralik werden nicht nur die psychische Grenzsituation des Mörders, sondern auch die des Opfers erlebbar. Alexander Miller verkörpert den häufig selbst nicht so ganz gesetztestreuen Ermittler ebenso authentisch wie die sich widersprechende Zeugin, spielt mit skurrilen Elementen wie auch mit Schock-Effekten. Dieses Mal findet das literarische Morden im Faust-Archiv Knittlingen, der ehemaligen Lateinschule statt.

Die Geschichten stammen von Meistern des Krimi-Genres aus Amerika, England und dem deutschsprachigen Raum. Rache, Gier, Leidenschaft sind dabei nur drei der möglichen Teufelspakt-Motive, die den Mörder zur Tat schreiten lassen und ihn in eine ausweglose Situation manövrieren. Denn stets wird in der Kriminalliteratur ein ganz persönlicher Bund mit dem Bösen geschlossen, der den Mörder einholen wird. Ob tatsächlich der Arm des Gesetzes oder göttliches Recht den Täter richten, dies wird zwar in jeder Geschichte neu verhandelt, doch dem eigenen Gewissen wird keiner entkommen. Und wie immer gilt die Devise: Humor kommt weder beim Morden noch bei der Aufklärung der Taten zu kurz – zumindest nicht im Faust-Archiv Knittlingen!

In der Pause garantieren die kulinarischen Mörderhäppchen der Theatergruppe Laterna Mystica wieder Stärkung und Entspannung, bevor es in die zweite Runde der Lesung geht.


SCHNELL AUSVERKAUFT – SCHNELL KARTEN SICHERN!


Karten für die Krimilesung, inklusive Bewirtung in der Pause 28 Euro/Person (ermäßigt 25 Euro), erhältlich im Faust-Archiv oder im Bürgerbüro Knittlingen.
Reservierung unter Tel.: 07043/373450 oder per E-Mail unter
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Die Krimilesung ist nur für Erwachsene!


Gefördert aus Landesmitteln durch die Arbeitsstelle für literarische Museen, Archive und Gedenkstätten in Baden-Württemberg (Deutsches Literaturarchiv Marbach).


Freitag, 9. Oktober 2026, 19:00 Uhr – Faust-Archiv


Faust in der Zeitkapsel – Veranstaltungsplakat

KNITTLINGEN. Das Faust-Museum bleibt wegen Sanierungsarbeiten geschlossen, doch der Faust-Mythos lebt im benachbarten Faust-Archiv auf: Am Freitag, den 9. Oktober 2026 um 19:00 Uhr erwartet die Besucher ein stimmungsvoller Abend, der fesselnde Kultur mit einem stilvollen Apero verbindet.

Unter dem Titel „Faust in der Zeitkapsel“ steht ein mitreißender Überraschungsvortrag im Zentrum des Geschehens – umrahmt von feinen Häppchen sowie Spritzigem und erfrischenden alkoholfreien Getränken.

Zwei Highlights in einem Abend: Was Sie erwartet

Der Überraschungsvortrag & die Zeitkapsel:

Als spielerische Idee dient die aktuelle Museums-Baustelle: Was wäre, wenn beim Freilegen der alten Decken geheimnisvolle Zeitkapseln mit unschätzbarem Faust-Wissen aufgetaucht wären? Ein hochkarätiger Überraschungsgast lüftet das Geheimnis der ersten Zeitkapsel und nimmt das Publikum in einem Vortrag mit auf eine packende Spurensuche. Eine begleitende Mini-Ausstellung macht die Geschichte greifbar.

Feine Köstlichkeiten & Geselligkeit:

Kultur genießt man am besten gemeinsam. Vor und nach dem Vortrag lädt das Archiv zu kühlen Erfrischungen, Perlendem im Glas und delikaten Häppchen ein. Hier bleibt reichlich Zeit, um gemeinsam anzustoßen, sich auszutauschen und den Abend in entspannter Atmosphäre ausklingen zu lassen.

Ein Gesamtpaket für Kultur- und Genussliebhaber

Ob Faust-Fan oder neugieriger Gast: Der Abend bietet die perfekte Gelegenheit, Kultur hautnah und in kleiner, feiner Runde zu erleben. Im Eintrittspreis von 20 Euro ist das komplette Paket aus Vortrag, Mini-Ausstellung, Häppchen sowie allen Getränken (mit und ohne Alkohol) bereits enthalten.

Veranstaltungsdaten auf einen Blick:

  • Wann: Freitag, 09. Oktober 2026 | Beginn: 19:00 Uhr
  • Wo: Faust-Archiv Knittlingen (Kirchplatz 2, 75438 Knittlingen)
  • Eintritt: 20,00 € pro Person (18,00 € ermäßigt) – inklusive Vortrag, Häppchen und allen Getränken (mit/ohne Alkohol).
  • Vorschau: Der zweite Zeitkapsel-Vortrag folgt am Freitag, den 04. Dezember 2026.

Der Eintritt beträgt pro Person 20 Euro (18 Euro ermäßigt) inklusive Vortrag, Häppchen und allen Getränken (mit / ohne Alkohol).

Schon jetzt vormerken: Der zweite Zeitkapsel-Vortrag folgt am Freitag, den 4. Dezember 2026.


Plätze sind begrenzt – Reservierung empfohlen:
Telefon: 07043/373-450 sowie per Mail unter
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Gefördert aus Landesmitteln durch die Arbeitsstelle für literarische Museen, Archive und Gedenkstätten in Baden-Württemberg (Deutsches Literaturarchiv Marbach).


Markus Kavka – Lesung, Multimedia-Show und Geschichten aus dem Musikfernsehen

Samstag, 28. November 2026, 20:00 Uhr – Weissachtalhalle Freudenstein


Veranstaltungsplakat Markus Kavka: Hamma wieder was gelernt

Markus Kavka is back!

Zum dritten Mal kommt der Musikjournalist, Podcaster, DJ, ehemalige MTV-Moderator (und bekennende Faust-Museums-Fan) extra aus Berlin nach Knittlingen und öffnet sein persönliches Archiv. In einer Art Best-Of-Revue präsentiert Markus Kavka neue und skurrile Geschichten zu den Bands der 80er-, 90er- und der Nuller-Jahren. Auszüge aus seinen Büchern über Depeche Mode, MTV und VIVA sind ebenso zu hören wie aus seinem neuesten Werk über den FC Bayern München: In „Bayern München – Eine Liebeserklärung“ erzählt Markus Kavka mit Humor, Herzblut und einer ordentlichen Portion Selbstironie, wie seine lebenslange Beziehung zum FCB entstand.

Mittelpunkt des Abends bildet jedoch wieder eine Fülle an „Behind-The-Scenes-Geschichten“. Ob Interviews mit Dave Gahan von Depeche Mode, die Seelsorge-Hotline aufgrund der Auflösung der Boygroup Take That, das Grunge-Zeitalter mit Nirvana und Kurt Cobain oder die Rivalität zwischen Oasis und Blur: Wir freuen uns wieder auf tiefe Einblicke in die Welt des Musikfernsehens und der Popkultur in einer multimedialen Präsentation aus Lesung, Video-Clip und höchst sympathischer Erzählung.


Markus Kavka, geboren 1967 in Ingolstadt, ist Journalist und Moderator. Nach Stationen beim Print und Radio startete er seine Musik-TV-Laufbahn 1995 bei VIVA. 1997 wechselte er zu VIVA ZWEI, von 2000-2009 war er Moderator und Producer bei MTV Germany. Nach weiteren Formaten bei Kabel Eins, ZDFkultur und Nitro ist er seit 2015 bei Deluxe Music zu sehen. Darüber hinaus ist er Radiomoderator, Buchautor, Podcaster und DJ.


Karten sind erhältlich über Eventim (zuzüglich Vorverkaufsgebühr), im Faust-Archiv Knittlingen und im Bürgerbüro der Stadt Knittlingen.
Eintritt: 28 Euro, ermäßigt 25 Euro

Tel.: 07043/373-450 sowie per Mail unter
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Gefördert aus Landesmitteln durch die Arbeitsstelle für literarische Museen, Archive und Gedenkstätten in Baden-Württemberg (Deutsches Literaturarchiv Marbach).


Social-Media-Star PHILI live in Knittlingen am Tag des offenen Denkmals:

Sonntag, 13. September 2026, 13:30 bis ca. 18:00 Uhr


Millionen-Klick-Projekt live vor dem Faust-Museum Knittlingen

Zum Tag des offenen Denkmals am Sonntag, den 13. September 2026 präsentiert das Faust-Museum/Faust-Archiv Knittlingen ein außergewöhnliches Live-Ereignis:
Von 13:30 bis ca. 18:00 Uhr arbeitet der Hamburger Künstler Phili auf dem Vorplatz des Faust-Museums in Knittlingen öffentlich an seinem viralen Kunstprojekt.

Vom Screen in die Realität: Das Projekt „Faustplatz“

In meditativer Handarbeit überträgt Phili Goethes „Faust I“ Buchstabe für Buchstabe mit historischen Holzstempeln in feuchten Ton. Rund 700 Kacheln im Format DIN A6 sollen am Ende den vollständigen Text tragen; über die Hälfte ist bereits geschafft. Ziel ist ein dauerhafter, begehbarer Faustplatz im öffentlichen Raum als Ort der Entschleunigung. Was analog begann, begeistert als „Slow Art“ eine wachsende Community von über 65.000 Menschen auf TikTok und Instagram.

Live-Performance und Programm am 13. September 2026

Zum Tag des offenen Denkmals entsteht ein Teil des Denkmals live vor Ort. Zwischen 13:30 und 18:00 Uhr prägt Phili drei bis vier neue Kacheln (zwei kurze Pausen gegen 14:30 und 16:30 Uhr; Eintritt frei). Eine kunstvermittelnde Person begleitet die Aktion. Natürlich können auch Stücke des Künstlers mit Faust-Zitaten erworben werden. Kommen Sie vorbei, schauen Sie dem Werden zu – und nehmen Sie ein Stück Faust mit nach Hause.

Parallel lädt das Faust-Archiv ab 14:00 Uhr ins Faust-Café der Theatergruppe Laterna Mystica und zu folgendem vielseitigen Programm ein:

  • 14:00 Uhr: Vortrag von Prof. Dr. Dirk Werle (Universität Heidelberg): Diskurs und Gespräch in der Frühen Neuzeit (Galerie des Faust-Archivs)
  • 16:00 Uhr: Mitmachlesung „Der Zauberlehrling“ für Kinder ab 8 Jahren mit Dr. Magali Laure Nieradka (Universität Heidelberg) (Faust-Archiv)
  • 16:30 Uhr: Vortrag von Dr. Rainer Werthmann: Der Stein der Weisen: Wunschvorstellung oder frühe chemische Theorie? (Galerie des Faust-Archivs)

Phili arbeitet an der Schnittstelle von Bildhauerei, Performance und Sprache.
Web: thisisphili.com | Social Media: @thisisphili / @this_is_phili


Alle Informationen auch unter:
Tel.: 07043/373450 sowie per Mail unter
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Gefördert aus Landesmitteln durch die Arbeitsstelle für literarische Museen, Archive und Gedenkstätten in Baden-Württemberg (Deutsches Literaturarchiv Marbach).


Vortrag von Prof. Dr. Heino Falcke

Freitag, 17. Juli 2026, 19:00 Uhr – St. Leonhardskirche Knittlingen


Zwischen Urknall und Apokalypse – Die große Geschichte unseres Planeten

Zwischen Urknall und Apokalypse

Das Faust-Museum / Faust-Archiv Knittlingen lädt am Freitag, dem 17. Juli 2026, um 19:00 Uhr zu einem außergewöhnlichen Abend in die St. Leonhardskirche Knittlingen ein. Der international renommierte Astrophysiker und Bestsellerautor Prof. Dr. Heino Falcke präsentiert seinen Vortrag „Zwischen Urknall und Apokalypse – Die große Geschichte unseres Planeten“ und stellt dabei sein gleichnamiges neues Werk über Ursprung, Entwicklung und Zukunft der Menschheit vor.

Heino Falcke nimmt sein Publikum mit auf eine Reise durch die Zeit: von den ersten Lichtblitzen des Universums vor 13,8 Milliarden Jahren bis in unsere Gegenwart. Im Zentrum stehen die großen Fragen der Menschheit – Woher kommen wir? Wie wird unsere Welt enden? – die er mit ebenso viel wissenschaftlicher Tiefe wie erzählerischer Kraft beleuchtet. Der Vortrag verbindet Naturwissenschaft mit Philosophie, Religion und aktuellen Umweltfragen.


Heino Falcke ist Professor für Astropartikelphysik und Radioastronomie an der Radboud-Universität Nijmegen und Mitglied des Teams, das 2019 das erste Bild eines Schwarzen Lochs aufnahm. Mit seinen Büchern und Vorträgen begeistert er ein breites Publikum für die großen Fragen des Universums.


Karten: 10 Euro, 8 Euro ermäßigt sind erhältlich im Faust-Archiv Knittlingen und an der Abendkasse.
Infos und Reservierung:
Telefon: 07043/373-450
E-Mail:


Gefördert aus Landesmitteln durch die Arbeitsstelle für literarische Museen, Archive und Gedenkstätten in Baden-Württemberg (Deutsches Literaturarchiv Marbach).

Mit Denise Roth und Christian Neddens

Sonntag, 12. Juli 2026, 17:00 Uhr – Melanchthonhaus Bretten


Screenshot einer Video-Installation in der Gedächtnishalle des Melanchthonhauses, Foto: A. Lange
Screenshot einer Video-Installation in der Gedächtnishalle des Melanchthonhauses, Foto: A. Lange

Melanchthon und Faust wollen’s wissen

Gibt es eine Formel, die alle Geheimnisse der Welt erschließt? Können wir Kenntnis darüber erlangen, „was die Welt im Innersten zusammenhält“? Für Philipp Melanchthon war klar, dass der Schlüssel für die Weltformel im Glauben an Gott liegt, dessen Geheimnisse wir zwar anbeten, aber nie vollkommen erforschen können. Sein „Gegenspieler“ Johann Georg Faust wollte weitergehen, als Alchemist, Wunderheiler und Wahrsager. Und er war bereit, in seinem Erkenntnisdrang sogar einen „Teufelspakt“ einzugehen.

Freuen Sie sich auf einen spannenden Abend mit Dr. Denise Roth (Faust-Museum Knittlingen) und Prof. Dr. Christian Neddens (Europäische Melanchthon-Akademie Bretten), an dem auch gegenwärtige Hoffnungen, Ängste und Sehnsüchte nach dem Absoluten zur Sprache kommen.


Die Veranstaltung im Rahmen den Ausstellungsprojekts „Wir müssen reden“ wird gefördert aus Landesmitteln durch die Arbeitsstelle für literarische Museen in Baden-Württemberg.


Gefördert aus Landesmitteln durch die Arbeitsstelle für literarische Museen, Archive und Gedenkstätten in Baden-Württemberg (Deutsches Literaturarchiv Marbach).

Szenischer Monolog mit Jessica Leger

Samstag, 13. Juni 2026, 19:00 Uhr – Alter Festsaal der Dr. Johannes-Faust-Schule Knittlingen


Maria Stuart

Maria Stuart – Geschichte, Dichtung und dramatischer Monolog

Am Samstag, den 13. Juni 2026, um 19:00 Uhr präsentiert das Faust-Museum/Faust-Archiv Knittlingen einen Abend mit der Schauspielerin Jessica Leger: Maria Stuart in Geschichte und Dichtung – Monolog und Lesung im Alten Festsaal der Dr. Johannes-Faust-Schule in Knittlingen.

Maria Stuart (1542–1587) war Königin von Schottland und Frankreich, Thronanwärterin auf die englische Krone und Gefangene ihrer Cousine Elisabeth I. Ihr Leben steht für das Spannungsfeld zwischen Herrschaftsanspruch und Ausgeliefertsein, zwischen öffentlicher Rolle und persönlichem Schicksal. Nach fast zwanzig Jahren Haft wurde sie 1587 hingerichtet. Friedrich Schiller verarbeitete diesen Stoff, und veröffentlichte im Jahre 1800 eines der bis heute bekanntesten deutschsprachigen Dramen überhaupt.

In einem szenischen Monolog schlüpft Jessica Leger in die Rolle der schottischen Königin Maria Stuart. Dabei verschmelzen biographische Erzählungen mit Auszügen aus Friedrich Schillers Drama „Maria Stuart“ (1800) zu einem eindringlichen Porträt. So schlägt dieser Abend eine Brücke zwischen literarischer Überlieferung und historischer Realität der Renaissance – jener Epoche, in der sowohl der historische Doktor Faust als auch Maria Stuart lebten.


Karten: 18 Euro, 15 Euro ermäßigt,
Infos und Reservierung: Faust-Museum/Faust-Archiv Knittlingen
Tel.: 07043/373-450
E-Mail:


Gefördert aus Landesmitteln durch die Arbeitsstelle für literarische Museen, Archive und Gedenkstätten in Baden-Württemberg (Deutsches Literaturarchiv Marbach).

Zusatztermin am Freitag, den 8. Mai 2026 um 19 Uhr!

Weitere Informationen zur Zusatzveranstaltung finden Sie hier…


Faust wäre stolz gewesen:

Der Vortrag, „Was die Welt im Innersten zusammenhält – Zwischen Quarks und Galaxien“ des Astrophysikers Prof. Dr. Jörg R. Hörandel (Radboud Universität, Nijmegen) im Faust-Archiv Knittlingen stieß auf überwältigendes Interesse und war restlos ausgebucht. Zahlreiche Interessierte konnten nicht mehr berücksichtigt werden.

Aufgrund des großen Zuspruchs wird der Vortrag am Freitag, den 8.  Mai 2026, um 19 Uhr im Vortragssaal des Faust-Archivs Knittlingen wiederholt. Ausgehend von Goethes berühmten Worten „Dass ich erkenne, was die Welt im Innersten zusammenhält“ spannte Prof. Hörandel einen eindrucksvollen Bogen von der Dichtung zur modernen Naturwissenschaft. In anschaulichen Beispielen führte er sein Publikum von den Bausteinen der Materie – Atomen, Atomkernen und Quarks – bis zu den gewaltigen Strukturen des Kosmos.

Das Publikum folgte dem Vortrag mit großer Aufmerksamkeit und brachte sich mit zahlreichen fachkundigen und interessierten Nachfragen ein, die zu einer lebhaften Diskussion führten. Besonders eindrucksvoll war der abschließende Brückenschlag zur Theologie und zu Fragen des Glaubens, der die Beziehung zwischen wissenschaftlicher Neugier und menschlicher Sinnsuche beleuchtete – ganz im Geist von Goethes Faust.


Die Folien zum Vortrag finden Sie hier


Als Leiter der Abteilung für Astrophysik an der Radboud-Universität Nijmegen erforscht Prof. Hörandel die kosmische Strahlung – hochenergetische Teilchen, die fundamentale Prozesse im Universum offenbaren. Seine Arbeit führt ihn regelmäßig an entlegene Observatorien in der Antarktis und der argentinischen Pampa.


Gefördert aus Landesmitteln durch die Arbeitsstelle für literarische Museen, Archive und Gedenkstätten in Baden-Württemberg (Deutsches Literaturarchiv Marbach).

Ausverkauft!

Zwischen Quarks und Galaxien – Eine Reise durch den Aufbau des Universums
Vortrag von Prof. Dr. Jörg Hörandel, Radboud Universität, Nijmegen, Niederlande

Freitag, 8. Mai 2026, 19:00 Uhr, Vortragssaal des Faust-Archivs Knittlingen


Erforschen, was die Welt im Innersten zusammenhält

„Dass ich erkenne, was die Welt im Innersten zusammenhält“ – mit diesen Worten beschreibt Goethes Faust seinen unstillbaren Wissensdrang. Was den Gelehrten in seiner Studierstube quälte, ist bis heute eine der grundlegendsten Fragen der Naturwissenschaft geblieben. Eine Frage, die den Blick in zwei Richtungen zugleich öffnet: nach innen und nach außen, ins Kleinste und ins Größte.

Genau diesen Weg beschreitet Prof. Dr. Jörg R. Hörandel in seinem Vortrag. Er führt von der vertrauten Alltagswelt systematisch in die Tiefe der Materie – zu Atomen, Atomkernen und den fundamentalen Teilchen, aus denen alles Sichtbare aufgebaut ist. Und er führt von unserer Milchstraße zu fernen Galaxien, deren Licht Milliarden von Jahren durch den Raum gereist ist, bevor es die Erde erreicht.

Was sich dabei zeigt, ist eine der bemerkenswertesten Einsichten der modernen Physik: dass dieselben Naturgesetze, die im Allerkleinsten wirken, zugleich die Struktur und Entwicklung des gesamten Universums bestimmen.


Prof. Dr. Hörandel leitet die Abteilung für Astrophysik an der Radboud-Universität Nijmegen. Sein Forschungsschwerpunkt gilt der kosmischen Strahlung – hochenergetischen Teilchen, die Aufschluss über fundamentale Prozesse im Kosmos geben. Die experimentelle Arbeit führt ihn an entlegene Observatorien: in die Antarktis und in die argentinische Pampa, wo großflächige Detektoranlagen den Teilchenfluss aus dem All kontinuierlich erfassen.

Infos und Reservierung: Faust-Museum/Faust-Archiv Knittlingen, Tel.: 07043/373-453 sowie 373-450, E-Mail:


Gefördert aus Landesmitteln durch die Arbeitsstelle für literarische Museen, Archive und Gedenkstätten in Baden-Württemberg (Deutsches Literaturarchiv Marbach).

Vortrag von Prof. Dr. Jörg Hörandel, Radboud Universität, Nijmegen, Niederlande

Freitag, 17. April 2026, 19:00 Uhr, Vortragssaal des Faust-Archivs Knittlingen
Eintritt regulär 10 €, ermäßigt 8 €


Erforschen, was die Welt im Innersten zusammenhält

„Dass ich erkenne, was die Welt im Innersten zusammenhält“ – mit diesen Worten beschreibt Goethes Faust seinen unstillbaren Wissensdrang. Was den Gelehrten in seiner Studierstube quälte, ist bis heute eine der grundlegendsten Fragen der Naturwissenschaft geblieben. Eine Frage, die den Blick in zwei Richtungen zugleich öffnet: nach innen und nach außen, ins Kleinste und ins Größte.

Genau diesen Weg beschreitet Prof. Dr. Jörg R. Hörandel in seinem Vortrag. Er führt von der vertrauten Alltagswelt systematisch in die Tiefe der Materie – zu Atomen, Atomkernen und den fundamentalen Teilchen, aus denen alles Sichtbare aufgebaut ist. Und er führt von unserer Milchstraße zu fernen Galaxien, deren Licht Milliarden von Jahren durch den Raum gereist ist, bevor es die Erde erreicht.

Was sich dabei zeigt, ist eine der bemerkenswertesten Einsichten der modernen Physik: dass dieselben Naturgesetze, die im Allerkleinsten wirken, zugleich die Struktur und Entwicklung des gesamten Universums bestimmen.


Prof. Dr. Hörandel leitet die Abteilung für Astrophysik an der Radboud-Universität Nijmegen. Sein Forschungsschwerpunkt gilt der kosmischen Strahlung – hochenergetischen Teilchen, die Aufschluss über fundamentale Prozesse im Kosmos geben. Die experimentelle Arbeit führt ihn an entlegene Observatorien: in die Antarktis und in die argentinische Pampa, wo großflächige Detektoranlagen den Teilchenfluss aus dem All kontinuierlich erfassen.


Gefördert aus Landesmitteln durch die Arbeitsstelle für literarische Museen, Archive und Gedenkstätten in Baden-Württemberg (Deutsches Literaturarchiv Marbach).

Die Ausstellung wird verlängert bis Juni 2026!

Faust-Museum – Neue Dauerausstellung 2024: Rock als faustische Grenzüberschreitung

Sonderausstellung im Faust-Museum –
12. April 2024 bis Juni 2026

Was hat der Faust-Mythos mit Rockmusik zu tun? Inwiefern spielt Friedrich Nietzsche hier eine Rolle? Und warum wird hier mit dem Gott des Rausches und der Ekstase, Dionysos, argumentiert?

ROCK:

Was im Geist der 1960er Jahre seine erste Blüte erlebt, entsteht schon Anfang des 20. Jahrhunderts aus der Blues-Musik. Den „blue devils“, den melancholischen Geistern und ihren Inspirationen, ergeben sich Musiker, die ihr Außenseitertum durch ein Leben „on the road“, teils exzessiven Alkoholkonsum und musikalische Virtuosität zelebrieren. 

Doch Rock-Musik überschreitet Grenzen im faustischen Sinne nicht nur im Rahmen der Musik und der Kreativität, sondern bietet eine psychisch befreiende Komponente an – auch für den Rezipienten, den Hörer, den Fan.

Genau dieses „Ventil“ des Gefühls beschrieben die Griechen in der mythologischen Götterwelt als das Reich des Gottes DIONYSOS: Sein Reich verheißt Rausch, Genuss, Ekstase – und Erlösung? Auch hier sehen wir Goethes „Faust“-Figur, die nicht nur eine Grenze überschreiten möchte, sondern keine Grenzen anerkennt: ENTGRENZUNG ALS LEBENSPRINZIP.

Ekstase und Erlösung über Musik zu finden, frei zu werden, hat kein Musiker deutlicher künstlerisch und theoretisch artikuliert als Jim Morrison von The Doors. Seine Vision eines erfüllten, harmonischen Lebens, die ganz entscheidend von Friedrich Nietzsche geprägt wurde, steht im Zentrum der neuen Sonderausstellung im Faust-Museum, mit Exponaten, Musik- und Video-Stationen, Grafiken und Texten sowie einen Atmosphäre-Raum: dem „Artificial Paradise“.

Flyer zum Download (deutsch)
Flyer for download (english)

Die Brettener Woche schreibt:

Mit einer Vernissage im Faust-Archiv in Knittlingen hat Denise Roth, Leiterin des Faust-Museums und Faust-Archivs, (…) die neue Sonderausstellung im Faust-Museum eröffnet, die sich dem Zusammenhang von Rockmusik und „faustischer Grenzüberschreitung“ widmet. Im Mittelpunkt der Ausstellung stehen die Biografie und Werke des Musikers Jim Morrison, Frontmann der Rockband The Doors. Unter dem Titel „Break on Through (To the Other Side)“, benannt nach dem ikonischen Song von The Doors, wird das „faustisch-dionysische Potential“ der Rockmusik beleuchtet. Die Sonderausstellung ist seit Freitag, 12. April, im Faust-Museum zu sehen.

Hier geht’s zum ganzen Artikel...

Einen ausführlichen Artikel zur Ausstellung lesen Sie auch im Mühlacker Tagblatt.

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