Leseshow am 27. November 2021 um 20 Uhr, Weissachtalhalle, Freudenstein

Eine gemeinsame Veranstaltung des Faust-Museums/Faust-Archivs mit dem Kulturverein Cellarium e.V. in der Weissachtalhalle in Freudenstein

Sebastian Lehmann: andere kinder haben auch schöne eltern – Leseshow

Am Samstag, den 27. November 2021 um 20 Uhr gastiert der Freiburger Comedian und Autor Sebastian Lehmann, auch bekannt durch seine SWR3-Kolumne „Elternzeit“, in der Weissachtalhalle in Freudenstein, präsentiert vom Kulturverein Cellarium e.V. in Kooperation mit dem Faust-Museum/Faust-Archiv Knittlingen.

„Meine Mutter ruft aus meiner Heimatstadt Freiburg an”, so beginnt jede Folge von Sebastian Lehmanns Radiocomedy „Elternzeit”, die auf SWR3 und rbb radioeins läuft.

Auch in seiner neuen Leseshow geht es um den Generationen-Dialog, denn: „Andere Kinder haben auch schöne Eltern“, aber Sebastians sind die besten. Die besten, die er je hatte. Deswegen telefoniert er sehr häufig mit ihnen, schreibt die Telefonate mit und liest sie dann auf Bühnen vor. Dies hat sich als guter Therapieansatz erwiesen – auch fürs Publikum.

Doch noch weitere Einblicke und erhellende Momente werden präsentiert: Denn Sebastian ist viel unterwegs und erzählt von den Abgründen, die sich im Regionalexpress eröffnen, den lustigsten Beleidigungen im Straßenverkehr und der unendlichen Weisheit eines Berliner Busfahrers. Als zusätzlichen Service an das Publikum übersetzt Sebastian die schönsten Hits der 80er, 90er und von heute, damit die Welt endlich erfährt, wie Britney Spears auf Deutsch klingt und Udo Jürgens auf Chinesisch. Sebastians Vater bittet übrigens um zahlreiches Erscheinen bei den Shows, damit er endlich die Unterstützung für seinen Sohn einstellen kann.

Sebastian Lehmann ist Mitglied der größten Lesebühne Deutschlands, der Lesedüne, und Verfasser zahlreicher Bücher, wie zuletzt „Mit deinem Bruder hatten wir ja Glück – Telefonate mit meinen Eltern” (Goldmann) und des Romans „Parallel leben” (Voland & Quist).

„Selten war ‚einfach nur Lesen‘ so klug, unterhaltend und zwerchfellerschütternd, […]. Lehmanns sonore Stimme, die durch seine Radiokolumnen bekannt wurde, hat inzwischen Kultstatus.” (Jurybegründung Baden-Württembergischer Kleinkunstpreis).

In diesem Sinne laden wir herzlich ein zu zwerchfellerschütternden Augenblicken in der Weissachtalhalle in Freudenstein!


Momentan gilt am Samstag 27.11.2021 wegen der Alarmstufe II: 2-G Plus

  • Vor der Veranstaltung am Samstag 27.11.2021 wird eine 2-G-Kontrolle mit Schnelltest-Nachweis durchgeführt.
  • Bitte bringen Sie zur Einlasskontrolle einen Nachweis mit, ob Sie geimpft oder genesen sind sowie einen Identitätsnachweis.
  • Genesene und geimpfte Personen müssen zusätzlich einen tagesaktuellen negativen Schnell- oder PCR-Test vorlegen.
  • Je nach Lage am Veranstaltungstag gilt die Maskenpflicht auch am Platz.

Hier gibt es Informationen zu Teststellen im Enzkreis:
www.enzkreis.de/Online-Dienste/Corona-Teststellen

Eine der Teststellen, die Sie – aktuell ohne Voranmeldung – besuchen können:

Samstag von 10 – 14:00 Uhr:

JTM-Support, Corona-Schnelltest-Station Maulbronn
Frankfurter Str. 5
75433 Maulbronn


Karten sind erhältlich im Faust-Museum und über alle bekannten Reservix-Vorverkaufsstellen sowie online über www.reservix.de

Informationen unter: Tel.: 07043/951610 und 9506922, per E-Mail  an faustmuseum@knittlingen.de


Diese Veranstaltung wird gefördert durch die Arbeitsstelle für literarische Museen, Archive und Gedenkstätten in Baden-Württemberg

40+1 Jahre Faust-Museum Knittlingen:

Was Corona letztes Jahr verhindert hatte, wurde mit umso größerem Engagement und Resonanz am Samstag, den 11. September 2021 nachgeholt. Knapp 100 Gäste und eine Vielzahl von Freunden, Wissenschaftlern, Museumskollegen und Künstlern fanden sich jeweils für das Nachmittags- und Abendprogramm auf dem Kirchplatz vor dem Faust-Museum ein.

Das Faust-Open-Air – Veranstaltungsplakat

Schon nachmittags waren bei strahlendem Sonnenschein die meisten Plätze vor der Puppenbühne des Freiburger Puppenspielers Dr. Johannes Minuth mit Kindern und Eltern besetzt, die das Stück „Kasper und das kleine Schlossgespenst“ mit Spannung verfolgten. Deutlich wurde, dass das „alte Format“ des Puppenspiels bei Kindern immer noch wahre Begeisterung hervorruft. Die mit viel Liebe zum Detail dekorierte Bühne, die bunten, ausdrucksstarken Puppen und das virtuose Spiel Johannes Minuths ließen dabei eine eigene Welt entstehen, in die Klein und Groß eintauchen konnten. Liebling der Kinder war dabei neben Kasper auch der Hund Bello, den so mancher kleine Besucher gerne mit nach Hause genommen hätte.

Nach einer Stunde und begeistertem Applaus folgte eine Alchemie-Experimental-Vortrag mit dem Chemiker Dr. Rainer Werthmann und seinem Assistenten (Jonathan Hille, Faust-Museum). Mit Feuer, Wasser, Säuren und Pulvern wurden unterschiedliche Versuche durchgeführt – ganz ohne faustische Explosion. Auch die Erwachsenen ließen sich in die Welt der frühneuzeitlichen Wissenschaft entführen und konnten sich überzeugen: Die Alchemisten, und damit Kollegen des historischen Faust, waren zumeist um Erkenntnis bemühte Naturwissenschaftler – der eine oder andere Betrüger davon ausgenommen.

In der Pause und schon während des ganzen Programmes konnten sich alle Besucher, aber auch Passanten, bei den Weingärtnern Freudenstein und Knittlingen mit Sekt, Wein und Cocktails erfrischen, während das Flammkuchen-Mobil eine Vielfalt von Köstlichkeiten anbot. Ein herzlicher Dank der Veranstalter an dieser Stelle für die wunderbare Bewirtung und Verpflegung soll hier ausgesprochen werden!

So war der Boden bereitet für ein hochkarätiges, vielfältiges und atmosphärisch intensives Abendprogramm. Bürgermeister Heinz-Peter Hopp begrüßte die zahlreichen Gäste und betonte die Wichtigkeit und Wertschätzung der städtischen Institutionen Faust-Museum und Faust-Archiv – sowohl im regionalen wie überregionalen Umfeld. Die Museumsleiterin, Dr. Denise Roth, unterstrich in ihrer Laudatio die Einzigartigkeit des „weltweit einzigen Themenmuseums zum Mythos Faust“ und bedankte sich bei Bürgermeister Hopp und dem Gemeinderat für die stetige Unterstützung und das ihr entgegen gebrachte Vertrauen. In einer Bilderschau konnten die Besucher Einblick in die neue Dauerausstellung gewinnen, mit zentral im Raum installierten Exponaten, übersichtlichen, zweisprachigen Text- und Bildtafeln mit Grafiken und auf die jeweiligen Bereiche abgestimmten Farben.

Prof. Dr. Helmuth Kiesel von der Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg berichtete im Anschluss von den Anfängen der Kooperation zwischen dem Germanistischen Seminar Heidelberg und dem Faust-Archiv Knittlingen und verglich den Faust-Mythos mit einem anderen zentralen Dichter, an dessen 700. Todestag derzeit erinnert wird: Dante Alighieri. Auch er zollte Bürgermeister Hopp und der Stadt Knittlingen großes Lob für die städtischen Institutionen rund um Faust.

Im anschließenden „Museumsgespräch“ wurde ein weiteres Mal deutlich, dass Wissenschaftler von nah und fern das Faust-Museum und das Faust-Archiv als Kooperationspartner nicht nur schätzen, sondern hier ideale und einzigartige Bedingungen für das Miteinander von Wissenschaft, Kunst, Kultur und breitem Publikum erfahren. Die Gestaltung und Ausrichtung des Museums beschrieb Prof. Dr. Claus Priesner (München) als modern, erfolgreich und zukunftsorientiert, Dr. Alfred Reichenberger (Landesmuseum Halle) betonte, hier in Knittlingen seien gerade durch die Lage und Einbettung der Faust-Institutionen ganz besondere Veranstaltungsformate möglich. Dr. Rainer Werthmann erzählte von seiner Zusammenarbeit mit dem Faust-Museum in Hinblick auf die Sonderausstellung zur Alchemie „Wissenschaft oder Teufelspakt“ und Jeff Klotz vom Römermuseum Remchingen verlieh den Ritterschlag mit den Worten: „Ein vergleichbar hohes Niveau wie das des Faust-Museums findet man im Raum zwischen Karlsruhe und Stuttgart nicht!“

Dr. Joana van de Löcht und Dr. Jost Eickmeyer beschrieben die vielfältigen Impulse, die sie durch die Zusammenarbeit mit dem Faust-Museum und Faust-Archiv für ihre Arbeit an den Universitäten Heidelberg, Münster und Hamburg erhalten hätten – mit Studenten, die in Knittlingen zu Goethes Faust forschen sowie zu museumsdidaktischen Fragen arbeiten.

Geleitet wurde die Museumsrunde von einer weiteren engen Freundin der Knittlinger Institutionen: der Schauspielerin Anne von Linstow, bekannt als „Monique“ in der Serie „Die Fallers“. Mit französischem Charme, dramatischem Auftritt und unglaublicher Bühnenpräsenz lief Anne von Linstow im finalen Programmpunkt zu Hochform auf: FAUST – GEROCKT UND REZITIERT!

Die Stuttgarter John Random-Band, vielen Knittlingern bekannt vom Neujahrsempfang 2019, in Zusammenspiel mit Ernst Pilick, spielte schon im Hintergrund das jeweilige faustische Lied, während Anne von Linstow expressiv die ins Deutsche übersetzten Texte rezitierte. Von „Sympathy for the devil“ (Rolling Stones), über „Don’t pay the ferryman“ (Chris de Burgh), von „Highway to Hell“ (ACDC) zu „Hotel California“ (Eagles) reichte der Spannungsbogen, in dem Anne von Linstow mal in die Rolle des Teufels oder des Teufelspartners schlüpfte. Tom Pettys „Won’t back down“ – eine zweite Hymne der Amerikaner nach dem 11. September 2001 – leitete über zu John Lennons „Imagine“. Mit „Come together“ der Beatles endete das Rock-Programm, fulminant gespielt von der John Random-Band, vor einem Publikum, das es teilweise schon längst von den Stühlen gerissen hatte. Begeisterungsstürme forderten Zugabe, die mit „Highway to hell“ gewährt wurde.

Erwähnt werden muss auch die phantastische Kulisse des Kirchplatzes, vor dem erleuchteten Faust-Museum, der in Lichtershow getauchten Kirche und dem leicht ansteigenden Kirchplatz, so dass eine intime, ganz auf diesen historischen Altstadt-Komplex bezogene Atmosphäre entstand.

Fazit: Faust ist zurück! 


Das Faust-Open-Air: Die Impressionen

Bericht über das Faust-Open-Air in der Pforzheimer Zeitung

Zum 40 + 1-jährigen Jubiläum des Faust-Museums

Samstag 11. September ab 14:30 Uhr

Das Programm

Vielseitiges Tages- und Abendprogramm mit Glanzlichtern aus Theater, Literatur und Wissenschaft auf der Open-Air-Bühne vor dem Faust-Museum. Let‘s Faust!

Mit Anne von Linstow, der Freiburger Puppenbühne, der John Random Band u.v.a.

14:30 Uhr
Kasper und das kleine Schlossgespenst
Puppenspiel mit der Freiburger Pupppenbühne,
Dr. Johannes Minuth (Dauer ca. 45 Min.)

16:00 Uhr
Mit Faust im Labor – Experimentalvortrag zur Alchemie
Mit Dr. Rainer Werthmann

17:00 Uhr
Pause

19:00 Uhr
Begrüßung: Bürgermeister Heinz-Peter Hopp
Laudatio: Museumsleiterin Dr. Denise Roth
Grußwort: Prof. Dr. Helmuth Kiesel (Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg)

19:30 Uhr
Faust im Museumsuniversum
Podiumsgespräch mit Experten und Freunden des Faust-Museums | Moderation: Anne von Linstow

20:30 Uhr
Konzert: FAUST – GEROCKT UND REZITIERT!
Anne von Linstow rezitiert faustische Rocksongs, begleitet von der John Random Band.


KARTEN / PREISE:

Nachmittagsprogramm ab 14:30 Uhr
Euro 10
(pro Kind plus Begleitperson inkl.)

Abendprogramm ab 19 Uhr
Erwachsene Euro 20 (pro Person)
Jugendliche ab 12 Jahren Euro 10 (pro Person)
Kinder unter 12 Jahren FREI

Familien-Tageskarte zum Sonderpreis!
Euro 60

3-G-Nachweis erforderlich
Begrenzte Sitzplatz-Anzahl

Informationen und Kartenvorverkauf:

Faust-Museum / Faust-Archiv
Kirchplatz 9 | 75438 Knittlingen

Telefon 07043 / 95 16 10 und 9 50 69 22
faustmuseum@knittlingen.de

Bei schlechter Witterung findet die Veranstaltung in der Weissachtalhalle in Freudenstein statt.

Das Faust-Open-Air Veranstaltungsplakat

HINWEIS: Es gelten die allgemeinen Corona-Bedingungen, wie Einhalten der Abstandsregeln sowie das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes bis zum eigenen Sitzplatz. Der Zutritt zum Veranstaltungsgelände ist nur mit gültigem 3-G-Nachweis (genesen, geimpft oder negativ getestet) gestattet.

Kultur im ländlichen Raum:
Was braucht die regionale Kultur inmitten der Krise?

Verfolgen Sie hier die Podiumsdiskussion aus dem Pop-Up-Museum-Knittlingen –>

Bereits vor der Corona-Krise stand der ländliche Kulturbereich vor Herausforderungen: Demografischer Wandel, Internationalisierung, Digitalisierung. Die Pandemie stellt alle vor neue Hürden. Müssen die Ansätze und Konzepte der letzten Jahre nun alle aufgegeben werden? Was bedeutet die Verlagerung des kulturellen Geschehens in den digitalen Raum für die ländlichen Kulturschaffenden und -institutionen? Sind sie ausgestattet für diese Krise? Welche speziellen Herausforderungen stehen sie gegenüber?

Auf dem Podium diskutieren

  • Judith Bildhauer, Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg
  • Dr. Karin Bürkert, Akademische Rätin, Ludwig-Uhland-Institut für Empirische Kulturwissenschaft
  • Dr. Markus Speidel, Leiter Museum der Alltagskultur
  • Dr. Denise Roth, Leiterin des Faustmuseums, Knittlingen (Enzkreis) 

Moderation: Michaela Krimmer, Projektleiterin Pop-Up-Museum Knittlingen


Und was ist eigentlich der “Internationale Museumstag”?

Internationaler Museumstag 2021

Seit 1978 findet jährlich am zweiten oder dritten Sonntag im Mai der Internationale Museumstag statt. Schirmherr der Veranstaltungen in Deutschland ist der Bundespräsident.

Das Motto des diesjährigen Museumstages lautet:

Museen inspirieren die Zukunft – Museen mit Freude entdecken.

Der Internationale Museumstag soll auf die vielfältige Museumslandschaft und deren große Bedeutung für die Gesellschaft hinweisen. In Deutschland haben wir mehr als 6000 Museen, die ein breites thematisches Spektrum bieten und unverzichtbar sind für das kulturelle und gesellschaftliche Leben.

Im Lauf der Jahre hat sich der Museumstag zu einem Familiensonntag entwickelt mit vielen Angeboten für alle Altersgruppen.

Aufgrund des derzeitigen Lockdowns sind Faust-Museum und Faust-Archiv auch am Museumstag leider für Besucher geschlossen.
Wir sind weiterhin per Telefon und E-Mail für Sie erreichbar.

Nach dem Ende des Lockdowns und der Aufhebung des Besuchsverbots von Museen wird ein aktuelles Hygiene-Konzept für die Räumlichkeiten des Faust-Museums abrufbar sein.

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