Anmeldung und Kartenvorverkauf:

E-Mail: faustmuseum@knittlingen.de

Faust-Museum/Faust-Archiv
Kirchplatz 2 und 9
75438 Knittlingen

Preis: 22,- €/Person, inklusive Eintritt, Theaterführung, Sektempfang, Weinprobe mit fünf Weinen sowie backfrischen Köstlichkeiten.  


Faust kulTinarisch –  dramatische Erlebnisse und spritzige Einblicke in das Leben eines Teufelsbündlers bei Sekt und Köstlichkeiten

Am Samstag, den 28. Oktober 2017 um 18 Uhr präsentiert das
Faust-Museum/Faust-Archiv der Stadt Knittlingen in Kooperation mit der Theatergruppe Laterna Mystica, den Weingärtnern Freudenstein-Hohenklingen sowie der Bäckerei Reinhardt wieder ein spannendes und humorvolles Museumstheater mit anschließender Weinprobe und Genüssen im Faust-Archiv unter dem Titel „Faust kulTinarisch“.

Nach einer kurzen Einstimmung mit Sekt im Foyer des Faust-Museums versetzt die Theaterführung die Zuschauer zunächst nach Italien zur Renaissance-Zeit, wo Faust zum Giftmischen genötigt werden soll. Im ersten Stock und rund 200 Jahre später raufen sich die Theaterdirektoren über dem Faust-Stoff die Haare und finden eine überraschende und nachhaltige Lösung. Der musikalische, mitreißende Schluss bringt dann wieder Goethe ins Spiel, der ein modernes Gretchen und den historischen Faust vor griechischer Dramenkulisse trifft und dabei Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft vereint.

Intensiver Dramatik folgt der Genuss, wenn anschließend die Weinkenner im historischen Ambiente des barocken Schulsaals im Faust-Archiv in die Geheimnisse der edlen Tropfen aus der Region mit exklusiven backfrischen Köstlichkeiten einweihen.

Alles über Faust – an einem einzigartigen Theater-Abend mit kulturellen und kulinarischen Genüssen!

Druckwerkstatt im Faust-Archiv, kostenloser Eintritt ins Faust-Museum am Samstag, den 16. Dezember und Sonntag den 17. Dezember bei verlängerten Öffnungszeiten sowie Gratis-Führung durch das Faust-Museum am Sonntag um 14 Uhr


Auch dieses Jahr kann im Rahmen des Weihnachtsmarktes in Knittlingen am Samstag, den 16. Dezember 2017 von 12 bis 22 Uhr und am Sonntag, den 17. Dezember von 12 – 20 Uhr das Museum kostenlos besichtigt werden.

Der Vortragssaal des Faust-Archivs wird wieder zur Druckwerkstatt, wo Kinder und Erwachsene unter Anleitung der Drucker aus Mosbach samstags von 16 bis 21 Uhr und sonntags von 11 bis 20 Uhr mit historischen Pressen Geschenke drucken können

Am Sonntag, den 17. Dezember 2017 findet dann um 14 Uhr eine kostenlose Führung durch das Faust-Museum statt, wo davor und danach auch der Museumsshop mit zahlreichen faustischen und unfaustischen Geschenkideen zu Weihnachten lockt.

Wir freuen uns auf Ihren Besuch!

Das Faust-Museum / Faust-Archiv präsentiert wieder die einzigartige Krimilesung “Mörderstimmung im Museum” mit dem Schauspieler Alexander O. Miller am Samstag, den 2. Dezember 2017 um 19 Uhr


Alexander O. Miller

Tatort Museum: Am Samstag, den 2. Dezember 2017 um 19 Uhr präsentiert das Faust-Museum / Faust-Archiv Knittlingen wieder die beliebte Krimilesung “Mörderstimmung im Museum” mit dem Mannheimer Schauspieler Alexander O. Miller. Das Publikum kann wieder der ausdrucksstarken Stimme Alexander O. Millers folgen und sich wahlweise mit Opfer, Täter oder Ermittler identifizieren. Dieses Mal werden klassische Kriminalgeschichten zu Gehör gebracht, mit mystischen Zusammenhängen, seltsamen Zeitgenossen, aber auch faustischen Elementen und vor allem: nervenzerreißender Spannung. Die urmenschlichen Leidenschaften sind dabei zentrale Motive: Mord aus Leidenschaft, aus unerwiderter Liebe, verzweifelter Eifersucht, abgrundtiefem Hass oder nicht ruhen wollender Gier nach Geld und Ruhm. Die Archetypen menschlicher Gefühle wurden von den besten Kriminalschriftstellern in Geschichten gebannt, um von der wandelbaren und eindringlichen Darstellung Alexander O. Millers im abgedunkelten Faust-Museum zum Leben erweckt zu werden.
Ob der Aufklärung des jeweiligen Falles auch die Sühne für das begangene Verbrechen folgt? All dies wird am 2. Dezember im Faust-Museum mitzuerleben sein.

Erholung winkt in der Pause bei Bewirtung und Verköstigung mit exzellenten, thematisch auf die Krimigeschichten abgestimmten „Mörderhäppchen“ von der Theatergruppe Laterna Mystica.

Karten für die Krimilesung, inklusive Eintritt in das Museum und Bewirtung in der Pause: 18,– €/Person,  

Reservierung unter:

Tel.: 07043/ 9506922 und 07043 / 951610 oder E-Mail: faustmuseum@knittlingen.de

Die Krimilesung ist nur für Erwachsene.

Das Faust-Museum / Faust-Archiv präsentiert am Samstag, den 18. November 2017 um 19:30 Uhr im Steinhaus Knittlingen die Veranstaltung mit Ernst Pilick: „Atta Troll – ein Sommernachtstraum“ von Heinrich Heine


Der Schauspieler Ernst Pilick trägt an diesem Abend mit „Atta Troll“ ein phantastisches, satirisches und humorvoll-ironisches Epos von dem Tanzbären vor, der den Menschen entflohen ist, der mit „frecher Schnauze“ gewaltig über „Welt- und Schicksalsfragen“ redet, der in der faszinierend geschilderten Einsamkeit des Pyrenäenhochgebirges verfolgt wird, und den schließlich die Kugel des Bärenjägers ereilt. „Atta Troll – ein Sommernachtstraum“ gehört zu dem Bedeutendsten, was Heine in Versen geschrieben hat.

Heinrich Heine führte mit seiner melodischen, biegsamen Sprache, mit seiner Vorliebe für „romantische“ Themen, mit seiner souverän gehandhabten Fähigkeit, Empfindungen zu beschwören und gleichzeitig mit ihnen ironisch zu spielen, durch eine unverwechselbare Verbindung von Gefühl und funkelndem Witz die romantische Dichtung auf den Höhepunkt. Bei alledem findet bei ihm auch schon ein „modernes“ gebrochenes und dissonantes Verhältnis zur Welt seinen Ausdruck. Mit diesen Eigenschaften ist Heine ein Autor von unverbrauchter Frische geblieben, der bis heute ein ausgesprochenes Lese- und Hörvergnügen bereitet.

Ohne Kulisse, nur die weiße Wand des Steinhaus-Saals dient zur Imaginierung der Bärenhöhle, wenn Ernst Pilick mit kraftvoller Bärenstimme und Heinescher Sprache der Menschheit den Spiegel vorhält – ein Erlebnis, das es nicht zu verpassen gilt.

Ernst Pilick stammt aus Köln, wo er die Schauspielschule besucht und sowohl im Varieté als auch am Kölner Kammertheater tätig war. Nach Engagements in ganz Deutschland ist er bis heute freiberuflich tätig, wobei er sich vor allem der szenischen Darstellung literarischer Texte widmet. Zu seinem Repertoire zählen neben Werken von Dostojewski u.a. auch Wilhelm Busch, Christian Morgenstern, Eduard Mörike, Erich Kästner und Kurt Tucholsky.

Seit dem Jahre 1968 lebt Ernst Pilick in Knittlingen und stellt auch hier immer wieder durch schauspielerische und rezitatorische Auftritte sein Können unter Beweis.

Karten sind erhältlich im Faust-Museum und an der Abendkasse, Preis 15 Euro / 12 Euro ermäßigt.

Infos und Reservierung: Tel.: 07043/951610 bzw. 9506922 und über faustmuseum@knittlingen.de

Das Faust-Museum / Faust-Archiv der Stadt Knittlingen präsentiert gemeinsam mit dem Kulturkeller Cellarium e.V. am Samstag, den 4. November 2017 um 20.00 Uhr das Schwäbische Kabarett „Für eine Handvoll Trollinger“ von und mit Werner Koczwara


Nach den Dauerbrenner-Programmen “Am achten Tag schuf Gott den Rechtsanwalt” und “Einer flog übers Ordnungsamt” erlebt man Koczwara nun einmal anders. Keine Paragrafen und Gesetze, stattdessen ein Kabarett-Solo, das an den Rand gesellschaftlichen Irrsinns geht. Ein Kabarett wie ein Kinofilm, der Zuschauer reist durch spektakuläre Kulissen der Komik, ausgelöst von einem Herrn, der als erzählender Chronist lapidar auf dem Barhocker sitzt, einzig mit einem Mikrophon ausgerüstet.

Zum Programm

Wir kennen das kleine gallische Dorf, das erbitterten Widerstand gegen die Römer leistet. Wir kennen auch das amerikanische Großdorf Springfield, in dem die Familie von Homer Simpson lebt. In beiden Dörfern wohnen letztlich sehr sympathische Verrückte. Nun kommt ein neues Dorf hinzu. Und hier leben Zeitgenossen, die psychisch noch weitaus instabiler sind. Werner Koczwara erzählt uns die Geschichte dieses Dorfes. Es ist eine Geschichte, wie es sie seit Josef Haders fulminanter Kabarett-Erzählung „Privat” nicht gegeben hat. Koczwara umreißt einen Zeitraum von 60 Jahren, geht über Wirtschaftswunder und Wiedervereinigung bis zur Flüchtlingskrise der Gegenwart. Und dies mit einer atemberaubenden Pointendichte. Ein kabarettistisch tief schürfendes und dabei ungemein komisches Programm mit einem leichten Hang zu künstlerischer Anarchie: Wir fahren mit dem Aufzug hinunter in die Hölle, wo uns ein restlos überforderter Teufel erwartet, der mit einer Horde frisch eingetroffener EU-Kommissare zu kämpfen hat. Wir begegnen dem Tod, den schwere Alkoholprobleme belasten. Wir erleben das wahrscheinlich indiskutabelste Kasperle-Theater der Bühnengeschichte. Und nebenbei erfahren wir auch, was Männer und Frauen so richtig in den Wahnsinn treibt.
„Für eine Handvoll Trollinger” wird dargebracht in bundesweit verständlichem Oxford-Schwäbisch. Als Zugabe erfolgt regelmäßig ein Sprachkurs, in welchem strittige Begriffe erklärt werden. Spätestens dann kommt es regelmäßig zu dramatischen Szenen im Publikum. Ein Abend mit sehr großem Humor.

Das Faust-Museum / Faust-Archiv der Stadt Knittlingen lädt gemeinsam mit dem Kulturkeller Cellarium e.V. herzlich ein zum Kabarett im Cellarium von und mit Werner Koczwara am Samstag, den 4. November 2017 um 20 Uhr.

Vorverkauf: 18 €, zzgl. VVK-Geb.

Abendkasse: 21€

Einlass: 19:00 Uhr

Beginn: 20:00 Uhr  (Sitzplätze und Stehplätze)

VVK: beim Faust-Museum Knittlingen, Ratzefummel Knittlingen,

Tourist Info Bretten sowie Buch Elser& Reisebüro Durchblick, Mühlacker 

Infos unter: 07043/951610 und 07043/9506922 und

E-Mail: faustmuseum@knittlingen.de.

Dramatische Erlebnisse und spritzige Einblicke in das Leben eines Teufelsbündlers bei Sekt und Köstlichkeiten

Samstag, 28. Oktober 2017 um 18 Uhr 


Am Samstag, den 28. Oktober 2017 um 18 Uhr präsentiert das Faust-Museum/Faust-Archiv der Stadt Knittlingen in Kooperation mit der Theatergruppe Laterna Mystica, den Weingärtnern Freudenstein-Hohenklingen sowie der Bäckerei Reinhardt wieder ein spannendes und humorvolles Museumstheater mit anschließender Weinprobe und Genüssen im Faust-Archiv unter dem Titel „Faust kulTinarisch“.

Nach einer kurzen Einstimmung mit Sekt im Foyer des Faust-Museums versetzt die Theaterführung die Zuschauer zunächst nach Italien zur Renaissance-Zeit, wo Faust zum Giftmischen genötigt werden soll. Im ersten Stock und rund 200 Jahre später raufen sich die Theaterdirektoren über dem Faust-Stoff die Haare und finden eine überraschende und nachhaltige Lösung. Der musikalische, mitreißende Schluss bringt dann wieder Goethe ins Spiel, der ein modernes Gretchen mit dem historischen Faust vor griechischer Dramenkulisse trifft und dabei Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft vereint.

Intensivem Schauspiel und Musik folgt der Genuss, wenn anschließend die Weinkenner im historischen Ambiente des barocken Schulsaals im Faust-Archiv bei einer Weinprobe in die Geheimnisse der edlen Tropfen aus der Region mit exklusiven backfrischen Köstlichkeiten einweihen.

Alles über Faust – an einem einzigartigen Theater-Abend mit kulturellen und kulinarischen Genüssen!

Preis: 22,- €/Person, inklusive Eintritt, Theaterführung, Sektempfang, Weinprobe mit fünf Weinen sowie backfrischen Köstlichkeiten.

Anmeldung und Kartenvorverkauf: Tel.: 07043/951610 und 9506922 sowie per E-Mail an: faustmuseum@knittlingen.de

Vortrag von Prof. Dr. Claus Priesner im Faust-Archiv am Sonntag, den 24. September 2017 um 16 Uhr


Der Mit-Organisator der erfolgreichen „Magie-Tage“ im Juni 2017 in Knittlingen und jährlich wiederkehrender Gast des Faust-Archivs, Prof. Dr. Claus Priesner aus München, hält auch in diesem September wieder einen Vortrag über paranormale Phänomene und ihre Erforschung aus kulturgeschichtlicher Sicht.

Das Interesse an magischen oder okkulten Vorgängen – oder solchen, die so zu sein scheinen – ist kein Phänomen einer längst vergangenen Zeit, sondern auch heute noch vorhanden. Vielfach lehnen Menschen rationale Erklärungen ab, weil sie das Gefühl haben, dass die Welt nicht völlig entzaubert werden sollte. Eine sehr bemerkenswerte Verbindung von wissenschaftlich unerklärlichen Effekten und Ereignissen und dem Versuch, sie dennoch im Rahmen des wissenschaftlichen Denkens zu verstehen bildete im 19. und frühen 20. Jahrhundert der Spiritismus. Diese zeitweise kulturgeschichtlich recht einflußreiche Denkrichtung ging von der Existenz eines Zwischenreichs zwischen Diesseits und Jenseits aus, das in Richtung auf das Diesseits nicht ganz verschlossen war und somit beispielsweise den Kontakt mit verstorbenen Personen ermöglichen sollte. Auch wissenschaftlich unerklärliche Dinge wie Teleportation oder Telepathie sollten durch Vermittlung dieses Zwischenreichs möglich sein. Der Vortrag wird die Gedankenwelt des Spiritismus erläutern und einige bekannte Gelehrte und namhafte Persönlichkeiten vorstellen, die sich mit spiritistischen Phänomenen auseinandersetzten.

Prof. Dr. Claus Priesner ist diplomierter Chemiker und lehrte als Professor für Geschichte der Naturwissenschaften an der Universität München. Bis 1984 war Prof. Priesner am Institut für Geschichte der Naturwissenschaften des Deutschen Museums tätig, daneben von 1984 bis Ende 2011 hauptamtlicher Redakteur für Naturwissenschaften, Technik und Medizin bei der Neuen Deutschen Biographie (NDB), der von der Historischen Kommission bei der Bayerischen Akademie der Wissenschaften in München herausgegebenen deutschen Nationalbiographie. Die Schwerpunkte der wissenschaftlichen Arbeit Prof. Priesner sind die Geschichte der Alchemie, der Chemie und der chemischen Technik vom 16. bis 19. Jh. sowie die Geschichte der Natur- und der Volksmagie (Okkultismus, „Aberglauben“). Ansatzpunkt bildet hierbei stets die Einbindung dieser Bereiche in die gesamthistorische Entwicklung und deren wechselseitige Bedingtheit. Claus Priesner ist Autor der zu Beginn des Jahres 2015 veröffentlichten großen „Kulturgeschichte der Chemie“ sowie einer „Geschichte der Alchemie“ (2011) und des Bandes „Grenzwelten. Schamanen, Magier und Geisterseher“ (2008).

Das Faust-Archiv Knittlingen lädt herzlich ein zum Vortrag über die Geschichte des Spiritismus am Sonntag, den 24. September 2017 um 16 Uhr im Faust-Archiv der Stadt Knittlingen. Weitere Infos unter: 07043/951610 und 07043/9506922, E-Mail: faustmuseum@knittlingen.de

Eintritt frei.

Sonntag, den 10. September 2017, 12.00 bis 19.00 Uhr


Anne von Linstow

Am Sonntag, den 10. September 2017 findet wieder der Tag des offenen Denkmals statt, eine Initiative, bei der sich die unterschiedlichsten Denkmale mit Veranstaltungen und kostenfreiem Eintritt dem Publikum präsentieren. Zu diesem Anlass feiern wir ein Museumsfest in Faust-Museum und Faust-Archiv mit vielseitigem Programm:

Das Museum steht bei Gratiseintritt allen Besuchern von 12 bis 19 Uhr offen.

Von 14 Uhr bis 16 Uhr finden stündlich Führungen durch die Dauerausstellung statt. Dabei werden auch die neugestalteten Mephisto-, Faust- und Gretchen-Stationen im Faust-Museum präsentiert: Germanistik-Studenten des KIT (Karlsruher Institut für Technologie) haben als Prüfungsarbeiten eindrucksvolle Installationen geschaffen, durch die sowohl Gretchens Lebensweg, Fausts ambivalenter Charakter, aber auch die Verführbarkeit jedes einzelnen durch Mephisto auf eindrückliche und faszinierende Weise gestaltet worden sind. Die Studenten werden ihre Stationen dem Publikum selbst vorstellen.

Ab 15 Uhr wird die Theatergruppe Laterna Mystica für das leibliche Wohl sorgen und öffnet im Vortragssaal des Faust-Archivs ihr Café.

Um 17 Uhr folgt der Höhepunkt des Museumsfestes: Die aus der SWR-Serie „Die Fallers“ bekannte Schauspielerin Anne von Linstow kommt zur Film-Premiere des im letzten Jahr mit der Theatergruppe Laterna Mystica produzierten Films über Faust aus Knittlingen in das Faust-Museum und wird mit den Beteiligten das gemeinsam erschaffene Werk bei Sekt und Wein präsentieren.

Feiern Sie mit uns in Faust-Museum und Faust-Archiv!

Weitere Infos unter Tel.: 07043/951610 und 9506922 oder per mail: faustmuseum@knittlingen.de

 

Samstag, 15. Juli 2017 um 20 Uhr

Live-Präsentation des neuen Audio-Guides mit Lesung von Texten zu Faust und anderem …


Sofort erklärte sich der aus vielen Filmen und TV-Serien bekannte Schauspieler Florian Fitz (u.a. Rosenheim-Cops, Traumschiff), den neuen Audio-Guide des Faust-Museums einzusprechen, als ihn die Leiterin, Dr. Denise Roth, über seine Agentur anfragen ließ.

Mit Professionalität, Herzblut und Begeisterung widmete sich der Schauspieler mit der ausdrucksstarken, tiefen Stimme der nicht anspruchslosen Aufgabe, sowohl geschichtliche Zusammenhänge, fiktive Szenen, aber auch die unterschiedlichen Figuren des Goetheschen Faust zum Leben zu erwecken. Ob zynisch-teuflischer Mephisto, verzweifelt-verführerischer Faust oder sehnsuchtsvoll verliebtes Gretchen – die Themen, die Goethe über seine Protagonisten manifestiert, werden nun in intensiver Gestaltung und expressiver Kraft über die Kopfhörer wahrnehmbar.

Zur öffentlichen Präsentation des Audio-Guides am 15. Juli 2017 um 20 Uhr kommt Florian Fitz ins Faust-Museum, um verschiedene Passagen daraus sowie flankierende faustische und unfaustische Texte zu Gehör zu bringen. Zeit für Autogramme wird der Schauspieler ebenfalls mitbringen.

Karten für die Lesung mit Florian Fitz sind über das Faust-Museum / Faust-Archiv erhältlich.

Tel.: 07043/951610 bzw. 07043/9506922

E-Mail: faustmuseum@knittlingen.de

Preis: 15,- Euro pro Person

Am Sonntag, den 21. Mai 2017 findet wieder der Internationale Museumstag statt, an dem auch das Faust-Museum Knittlingen mit Sonderveranstaltungen seine Pforten öffnet.


Zu den normalen Öffnungszeiten von 10-18 Uhr steht das Museum bei Gratis-Eintritt allen Interessierten offen.

Ebenso kostenlos sind die beiden Themenführungen „Auf den Spuren von Faust“ durch das Museum, um 13:30 Uhr speziell für Kinder und um 15:00 Uhr für Erwachsene mit Eva-Maria Springer (Faust-Museum / Faust-Archiv).

Das Faust-Museum/Faust-Archiv Knittlingen lädt herzlich ein zum Internationalen Museumstag am Sonntag, den 21. Mai 2017 von 10-18 Uhr.

Infos unter:

Tel.: 07043/9506922 und 07043/951610

E-Mail: faustmuseum@knittlingen.de

Nach mehrjähriger Planungs- und Schaffenszeit präsentieren die Evangelische Kirchengemeinde Knittlingen und das Faust-Archiv in Kooperation mit der Württembergischen Bibelgesellschaft von Donnerstag, 25. Mai (Himmelfahrt) bis Montag, 5. Juni 2017 (Pfingstmontag) die Ausstellung „Martin Luther – Leben, Denken und Wirken“.


Dieses besondere und in Deutschland einmalige Ausstellungskonzept besteht aus drei Bausteinen: der Erlebnisausstellung „Das Leben und Wirken von Martin Luther“, einer Bibelausstellung mit seltenen Exponaten und besonderen Bibeln von Knittlinger Bürgern und der Playmobil-Ausstellung – „Wie alles begann“.

Im Steinhaus im Knittlinger Pfleghof ist auf zwei Stockwerken die Erlebnisausstellung „Das Leben und Wirken von Martin Luther“ aufgebaut. Drei Jahre lang hat die Künstlerin Renate Milerski an der Ausstellung gearbeitet. Szenen wurden entworfen, rund 200 Egli-Figuren hergestellt und mittelalterlich eingekleidet. Kulissen und zahllose Requisiten mussten gefertigt werden. Das Ergebnis kann sich sehen lassen: Die Erzählfiguren stellen in 24 Szenen das Leben und Wirken von Martin Luther eindrücklich dar. Daneben gibt es zahlreiche Möglichkeiten, sich in das Reformationsgeschehen zu vertiefen. An sogenannten Mit-mach-Stationen werden Themen der Reformation erforscht, vertieft und in die heutige Lebenswelt übertragen. Die Besucher können zum Beispiel ihre eigenen Thesen zur Reformation der heutigen Kirche verfassen und an eine historische Kirchentür kleben. Starke Sprüche des Reformators laden zum Schmunzeln und Nachdenken ein. Existenzielle Fragestellungen der Reformationszeit werden aufgenommen und mit der heutigen Zeit verbunden. Ein Schwerpunkt wird die Übersetzung der Bibel sein – auch hier kann mitgewirkt werden. Frauen der Reformation kommen zu Wort. Ein breites Bibelangebot mit Übersetzungen aus fünf Jahrhunderten lädt zum Schmökern ein – ebenso ein umfangreicher Büchertisch. Ein professionell produzierter Audioguide führt die Besucher durch die Ausstellung im Steinhaus; für die Stationen gibt es ein Begleitheft. Als Mitgebsel gibt es am Ausgang selbst gebackene Lutherrosen und Lutherporträts.

Im Faust-Archiv, wenige Meter vom Steinhaus entfernt, stellen Knittlinger Bürger ihre Bibel aus: Alte Familienbibeln, Bibeln mit besonderen Geschichten oder besondere Ausgaben. Ergänzt wir dies durch besondere Exponate der Bibelgesellschaft: Halberstädter Bibel, 1522; NT Graece, 1550, original Lutherbibeln, Frankfurt 1570 und Tübingen 1591; seltene Blindenbibel, 1863; Faksimile Codex Leningradensis und Faksimile Wenzelsbibel – lauter Einzelstücke, die selten in Ausstellungen zu sehen sind. Bibeln aus privaten Sammlungen und Beständen der Kirchengemeinde ergänzen diese Ausstellung. Über 100 Bibeln kommen so zusammen.

Ebenfalls im Faust-Archiv präsentieren wir eine Ausstellung mit Figuren von Playmobil® , die Kinder und Mitarbeiter des Evangelischen Jugendwerks Bezirk Mühlacker zum Reformationsjubiläum entwickelten. Mit insgesamt elf Stationen zeigt die Ausstellung Stationen aus Luthers Leben und die Auswirkungen der Reformation. Alle Stationen sind mit Hintergrundtexten versehen, die weiterführende Informationen bieten.

Am Mittwoch, 24. Mai gibt es um 18.00 Uhr eine offizielle Ausstellungseröffnung im Gemeindehaus mit geladenen Gästen aus Gesellschaft, Kirche und Presse. Anschließend ist die Ausstellung für die Gäste geöffnet. Die Mitwirkenden und Macher der Ausstellung sind vor Ort.

Vom 25. Mai (Himmelfahrt) bis 5. Juni 2017 (Pfingstmontag) ist die Ausstellung an Sonn- und Feiertagen von 11.00 bis 18.00 Uhr, an den Werktagen von 15.00 bis 18.00 Uhr geöffnet. Eintritt ist frei – um Spenden wird gebeten. Für Kindergartengruppen und Schulklassen gibt es Führungen.

Weitere Informationen und Kontakt:

Pfarrer Hans Veit
Marktstraße 9
75438 Knittlingen
07043 32912
hans.veit@elkw.de

Draculas Erben. Untot durch die Filmgeschichte

Vortrag von Prof. Dr. Matthias Hurst (Bard College Berlin)

Sonntag, 18. Juni 2017, 16.30 Uhr
Vortragssaal, Faust-Archiv

Als erste (unautorisierte) Verfilmung des Vampirromans Dracula von Bram Stoker (1897) ist Friedrich Wilhelm Murnaus expressionistischer Stummfilm Nosferatu (1922) bekannt geworden; Aber Murnaus schaurige Symphonie des Grauens blieb nicht die einzige filmische Darstellung des Vampirmythos. Ganze Heerscharen von Vampiren ziehen als untote Blutsauger durch die internationale Filmgeschichte, alptraumhafter Schrecken wie auch Sehnsucht nach ewiger Liebe und grenzenloser Leidenschaft. Besonders Dracula selbst ist zu einem immer wieder neu interpretierten Antihelden des Kinos und des Fernsehens geworden. Bela Lugosi, Christopher Lee, Klaus Kinski, Gary Oldman und Jonathan Rhys-Meyer – um nur die populärsten Darsteller zu nennen – haben Dracula auf unterschiedliche Weise verkörpert. Dabei hat sich das wandelnde Bild des Vampirgrafen dem Zeitgeist angepasst. Ein Blick auf die unterschiedlichen Facetten des Vampirs erhellt somit auch kulturelle Vorstellungen des Übernatürlichen und den Diskurs über Tod, Erotik und ewiges Leben im Film.

Paranormale Phänomene zwischen Tabu und Mainstream.
Zur Rezeptionsgeschichte der Parapsychologie

Vortrag von Dipl. Psych. Eberhard Bauer (Institut für Grenzgebiete der Psychologie und Psychohygiene e. V. (IGPP), Freiburg i. Br.)

Sonntag, 18. Juni 2017, 15.15 Uhr
Vortragssaal, Faust-Archiv

Der Begriff ‚Parapsychologie‘ wurde 1889 von Max Dessoir in der Absicht geprägt, „die aus dem normalen Verlauf des Seelenlebens heraustretenden Erscheinungen parapsychische, die von ihnen handelnde Wissenschaft Parapsychologie“ zu nennen. Dieses wissenschaftliche „Grenzgebiet“ wurde seit Anfang der 1930er Jahre Gegenstand auch universitärer Forschungen. Die experimentelle Untersuchung sog. Psi-Phänomene in Form von Außersinnlicher Wahrnehmung (Telepathie, Hellsehen, Präkognition) und Psychokinese bildet seitdem den Gegenstandsbereich der Parapsychologie. Seit Mitte der 1980er Jahre konnte sich dieser Forschungszweig an einer Reihe britischer Universitäten etablieren. Trotz dieser Fortschritte in der wissenschaftssoziologischen Akzeptanz bleibt der Status der Parapsychologie und der von ihr untersuchten Phänomene selbst nach über 100 Jahren kontrovers. Dieses irritierend stabile Spannungsfeld zwischen Tabu und Mainstream ist ein ergiebiges Thema für die Kultur- und Wissenschaftsgeschichte.

Die Bruderschaft der älteren Rosenkreuzer und die Gold- und Rosenkreuzer

Vortrag von Prof. Dr. Dr. h.c. Helmut Reinalter (Universität Cambridge)

Sonntag, 18. Juni 2017, 14.15 Uhr
Vortragssaal, Faust-Archiv

Der Geheimbund der älteren Rosenkreuzer wollte als Ziel eine sog. „Generalreformation“. Zu seinen Mitgliedern zählten die zur Zeit der Reformation bedeutendsten Wissenschaftler, darunter vor allem Pansophen, Alchemisten, Ärzte und Pädagogen. Der Bund erlangte eine nicht zu unterschätzende Bedeutung für Politik und Wissenschaft. Er nahm seinen Ausgangspunkt von den rosenkreuzerischen Traktaten. Als Ziel wurde eine Gelehrtenrepublik ins Auge gefasst. Im Mittelpunkt der Traktate stand die Person des Christian Rosenkreuz, auf den wahrscheinlich die Gründung der Rosenkreuzer zurückging. Im Zentrum dieser Manifeste stand das Bewusstsein der in ihrer Entwicklung steckengebliebenen Reformation, die zwar die Lehre gereinigt hatte, aber zur Verbesserung des Lebens nichts Entscheidendes beitragen konnte. Andreae entwickelte so die Idee einer Weiterführung der Reformation. Er forderte eine Sozietät, die die Verchristlichung des humanistischen Gelehrtenstandes anstrebte. Seine Reformationsutopie wies drei Traditionen auf, die apokalyptisch-chiliastische, die alchemistisch-chiliastische Idee der Naturphilosophen und die Vorstellung von einer idealen Stadt, in der das gesellschaftliche Leben rational geregelt sein sollte. Wirkungsgeschichtlich entscheidend wurde aber Comenius, der ein pansophisches System universellen Wissens entwickelte, in dem die gescheiterte Reformation auf pragmatische Weise verwirklicht werden sollte. Im Mittelpunkt dieser Programmatik stand die Pädagogik. Er forderte ein universelles Kollegium mit Sitz in England, das alle Bünde und Bruderschaften mit dem Ziel einer Weltreformation vereinigen sollte. Aus diesem erwähnten unsichtbaren Kollegium entsprang wahrscheinlich die berühmte „Royal Society“. Zwischen der älteren Rosenkreuzerbewegung und der im 18. Jahrhundert entstandenen Bruderschaft der Gold- und Rosenkreuzer bestand kein direkter Zusammenhang. In dieser Bewegung gab es die Verbindung von Rose und Kreuz mit dem Gold, die die Zweiteilung rosenkreuzerischen Geheimwissens in Theologie und Philosophie zum Ausdruck brachte. Dieses Geheimwissen sollte im „Stein der Weisen“ zu einer Einheit zusammengeführt werden. Das Anliegen des Ordens war religiöser Natur. Im Zentrum stand eine pansophische Emanationslehre, wonach die Natur ein „Ausfluss der Schöpferkraft Gottes und somit selbst ein Stück Gottheit sei“. Dazu kam dann später eine starke Politisierung im Zuge des Differenzierungsprozesses der Aufklärung.

„Ins Blaue hinein …“
Rotraut, der Monochrome, ein Schamane und andere „Magier der Kunst“

Vortrag, Dr. Olaf Mückain (Museen Worms) mit Kaffee

Samstag, 17. Juni 2017, 15.45 Uhr
Steinhaus

Die westliche Kunst der Nachkriegszeit ist stark geprägt von einem über das traditionelle Tafelbild hinausgehenden, erweiterten Kunstbegriff. Prozesse rücken dabei immer stärker gegenüber dem „vollendeten Kunstwerk“ in den Vordergrund. Diese vom Künstler initiierten Vorgänge sind teils aleatorisch, experimentell, interaktiv oder rituell angelegt. Die Wechselwirkung mit Werkstoffen, Energiespendern und mit dem Publikum spielt bei Künstlern wie Yves Klein, Sigmar Polke, den ZERO-Mitgliedern, Anselm Kiefer oder Joseph Beuys eine maßgebliche Rolle.

Der Vortrag stellt prägende Positionen grenzüberschreitender künstlerischer Konzepte exemplarisch vor und wirft dabei die „Gretchen-Frage“ auf: Sind gleichsam alchemistische und schamanistische Ansätze in der modernen Kunst ein Ausdruck von „magischem Denken“? Das Augenmerk richtet sich nicht auf die Darstellung magischer Symbole und Requisiten als Bildmotive, sondern auf die Anwendung unkonventioneller Gestaltungsprinzipien, die den Schöpfungsprozess von akademischen und handwerklichen Normen befreien sollten.

Magie als Lebenshilfe

Vortrag von Prof. Dr. Mag. Leander Petzoldt (Universität Innsbruck)

Sonntag, 18. Juni 2017, 11.15 Uhr
Vortragssaal, Faust-Archiv

Schon in der Antike hatte Magie eine soziale Funktion als Mittel zur Krisenbewältigung im Alltag. Die Hethiter unterschieden um 1300 v.Chr. zwischen den magischen Techniken der Spezialisten, d.h. der Priester bzw. Magier, und der populären Magie der unteren Volksschichten. Bei ihnen finden wir das Denken in Analogien und die magischen Gesetze der Sympathie, der Antipathie und der Kontiguität. Die mit dem Sympathieglauben verbundenen Möglichkeiten des Inbeziehungsetzens per Analogie waren theoretisch unbegrenzt. Die Magie war Teil des offiziellen Kultes, sie begleitete den Menschen von der Geburt bis zum Tode. Da Magie als erlernbare Technik galt, entwickelte sich eine populäre Magie, die alle Störungen des normalen Lebens, etwa Krankheiten, Naturkatastrophen oder plötzliche Todesfälle, auf Zauberei zurückführte. Damit war zunächst eine Erklärung der übernatürlichen Ursachen gegeben, die man mit magischen Praktiken beeinflussen konnte.

Inwieweit man hier von „Lebenshilfe” sprechen, kann ist problematisch, da alle magischen Praktiken durchaus ambivalent und nur wirksam sind innerhalb eines mehr oder weniger differenzierten Glaubenssystems.

Von Magie zur Verwaltung.
Zum magiegeschichtlichen Entwurf der Dämonologen (Jean Bodin/Johann Fischart)

Vortrag von Prof. Dr. Tobias Bulang und Hannah Mieger (Ruprecht-Karls-Universität)

Sonntag, 18. Juni 2017, 10.00 Uhr
Vortragssaal, Faust-Archiv

Jean Bodins Demonomanie des sorciers (1580), welche bereits 1581 durch den Juristen Johann Fischart ins Deutsche übersetzt wurde (Daemonomania Magorum), enthält neben einer Definition der Hexen, dem Aufweis Ihrer Verbrechen und den Anweisungen zur unerbittlichen Verfolgung auch breite magiehistorische Abhandlungen. Neben umfassenden, aus Quellen und zeitgenössischen Mantik-Registern epitomisierten Praktiken der Antike rekurriert der Text auch auf volksmagischen Zauber. Gemäß der Grundannahmen der Hexenverfolger handelt es sich bei jedem Akt des Zauberns um eine Anrufung von Dämonen, was zu ächten und zu verfolgen sei. Die Autoren empfehlen als Substitut dieser Praktiken das freundliche Grüßen, das Vermeiden des Fluchens, die Hauslesung und die angemessene Unterweisung des Personals durch den Hausvater, Praktiken der Frömmigkeit und die obrigkeitliche Verfolgung der magischen Umtriebe. Anstelle der Magie sollen die Disziplinierung des Individuums, die Verwaltung des Hauses (Ökonomik) und schließlich die Organisation des modernen Territorialstaates treten. Im Zusammenhang damit wird eine Fundamentalchristianisierung angestrebt. Der Tagungsbeitrag entfaltet diese Zusammenhänge und widmet sich den Folgelasten. Vorgestellt werden auch Proben aus dem Heidelberger Editions- und Kommentarprojekt der Daemonomania Magorum.

Nostalgie für mittelalterliche Wissenschaftsmodelle im postnuklearen Zeitalter
Die Physiker
  von Friedrich Dürrenmatt

Vortrag von Dr. Damaris Aschera Gehr (Rudolf Steiner Archiv, Dornach)

Sonntag, 18. Juni 2017, 9.00 Uhr
Vortragssaal, Faust-Archiv

Johann Wilhelm Möbius, Hauptfigur in Dürrenmatts Komödie Die Physiker, ist ein postnuklearer Physiker, der „das System aller möglichen Erfindungen“ entdeckt hat. Sich der Tatsache bewusst, dass „in der Freiheit“ seine Gedanken „Sprengstoff“ sind, inszeniert er seine eigene Verrücktheit, um im Verborgenen einer Nervenheilanstalt „das Geheimnis seiner Wissenschaft treu bewahren“ zu können. Ausgangspunkt des Beitrags ist die Inszenierung des Möbius. Um für verrückt gehalten zu werden, behauptet er, „dass ihm der König Salomo erscheine.“ Hier stellt sich die Frage: Warum bezieht sich der Physiker ausgesprochen auf Salomo? Und welchen Salomo meint er genau: Die biblische Figur oder deren Überarbeitung in der gelehrten Magie, in der Salomo von der Spätantike bis in die frühe Neuzeit zusammen mit Hermes Trismegistus als höchste Autorität der Magie galt? Letzterer These folgend, soll Dürrenmatts Stück als Gegenüberstellung von Paradigmen der modernen Wissenschaft und der mittelalterlichen Magie gedeutet werden.

Nosferatu – Eine Symphonie des Grauens.
Stummfilm von Friedrich Wilhelm Murnau aus dem Jahr 1922 mit Live-Musik (FSK 12 Jahre)

Roman Rothen – Kontrabass, Gitarre (Königsbach-Stein)
Frieder Egri – Piano (Karlsruhe)

Samstag, 17. Juni 2017, 20.45 Uhr
Evangelisches Gemeindehaus, Knittlingen

Der Stummfilm ist eine – nicht autorisierte – Adaption von Bram Stokers Roman Dracula und erzählt die Geschichte des Grafen Orlok, eines Vampirs aus den Karpaten, der in Liebe zur schönen Ellen entbrennt und Schrecken über ihre Heimatstadt Wisborg bringt. Nosferatu gilt als einer der ersten Vertreter des Horrorfilms und übte mit seiner visuellen Gestaltung einen großen Einfluss auf das Genre aus. Zugleich gilt das Werk mit seiner dämonischen Hauptfigur und seiner traumartigen, gequälte Seelenzustände spiegelnden Inszenierung, als eines der wichtigsten Werke des Kinos der Weimarer Republik. Der Film sollte nach einem verlorenen Urheberrechtsstreit 1925 vernichtet werden, überlebte aber in unzähligen Schnittversionen und ist heute in mehreren restaurierten Fassungen verfügbar.

“Dunkel droht der Kontrabass”, so beschrieb die BNN die diesjährige Nosferatu-Aufführung von Frieder Egri und Roman Rothen im ZKM in Karlsruhe. Die beiden Musiker arbeiten seit vielen Jahren zusammen, uraufgeführt haben sie den Stummfilmklassiker 2006 in der Stadtbibliothek Stuttgart. Seit dem haben sie immer weiter daran gearbeitet. In ihre Musik erklingen sowohl klassische Klänge als auch zeitgenössische Klangbilder. Beide sind Grenzgänger und fühlen sich sowohl im Jazz als auch in der klassischer Musik zuhause.

Feuerball und Farbenspiel.
(Al)chemische Versuche in historischem Gewand

Chemie-Experimental-Show mit Dr. Chr.-Heinrich Wunderlich (Landesamt für Denkmalpflege und Archäologie / Landesmuseum für Vorgeschichte Sachsen-Anhalt), Prof. Dr. Claus Priesner (Ludwig-Maximilians-Universität München) und Dr. Denise Roth (Faust-Museum/ Faust-Archiv Knittlingen)

Samstag, 17. Juni 2017, 19.30 Uhr
Pfleghof (bei Regen in der Kelter), Knittlingen

In Form eines kleinen Bühnendramas wollen wir den Jahrmarktsvortrag eines fahrenden Quacksalbers aus dem 18. Jahrhundert nachstellen. Eigentlich wollten diese Quacksalber selbstgemachte Heilmittel – oft von zweifelhafter Wirkung – verkaufen und medizinische Behandlungen von Zahn- und Augenleiden bis hin zu kleineren Operationen anbieten. Damit das Publikum aufmerksam wird und Vertrauen in die Fähigkeiten des Quacksalbers und seiner Truppe fasst, wurden großspurig angekündigte Experimente vorgeführt, die die Leute beeindrucken sollten. Dabei wurde so getan, als verfüge der Quacksalber über besondere Fähigkeiten, die “Elemente” zu kontrollieren. Mit unserer Vorführung wollen wir auch das heutige Publikum ansprechen und unterhalten.

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