Sonntag, den 15. Mai 2022

Besuchen Sie uns am Sonntag, den 15. Mai zum INTERNATIONALEN MUSEUMSTAG.

Von 10 bis 18 Uhr ist das Faust-Museum bei freiem Eintritt geöffnet. Und ab 14 Uhr gibt es Programm für Erwachsene und Kinder:

Freuen Sie sich auf einen spannenden Ausflug in die Alchemie und begegnen Sie “Faust als Graphic Novel“. Im Manga-Workshop für Kinder ab 8 Jahren wird eine Tasche mit einer Chibi-Figur gestaltet: Wir bitten um Anmeldung! Und im Faust-Archiv gibt’s ab 14 Uhr Kaffee und Kuchen. Detailliertes Programm [Download]

Im Faust-Museum gilt Maskenpflicht. Bitte achten Sie auch nach wie vor auf das Einhalten der Abstandsregel. Vielen Dank. Weitere Informationen finden Sie hier …

Freitag, den 20. Mai 2022 | Beginn 18:00 Uhr, Einlass 17:30 Uhr
Karten im Vorverkauf zu 15 Euro (ermäßigt 13 Euro)

„Es wird ein Mensch gemacht …“

„Nennst Du mich Goethe, nenn ich Dich Schiller“ – das ist eine der geheimen Spielregeln des deutschsprachigen Literaturbetriebs. Denis Scheck kennt diesen Literaturbetrieb wie seine Westentasche, seit er mit 13 eine literarische Agentur gründete und Literatur aus dem Englischen zu übersetzen begann. In seiner Lesung im Faust-Museum Knittlingen wird er verraten, warum er Goethes „Faust“ in seinen Kanon der hundert wichtigsten Werke der Weltliteratur aufnahm und die Zuhörer zu einem der großen Abenteuer einladen: ihm auf den Spuren Goethes nach Italien zu folgen. Goethes »Italienische Reise« ist für die deutsche Literatur das Urmodell aller Reiseerzählungen. Dieser Text wirkt bis in die Literatur unserer Gegenwart. Die italienische Reise ist aber auch die Suche Goethes nach einem neuen Leben, ein sogenannter Selbstfindungstrip. Das macht diese Reiseerzählung auch heute noch so aktuell. Goethe war ein Aussteiger mit 1.Klasse-Ticket.

Denis Scheck

Denis Scheck, geboren 1964 in Stuttgart, ist ein deutscher Literaturkritiker. Er arbeitete als literarischer Agent, Radioredakteur, Übersetzer und Herausgeber (u. a. von Michael Chabon, Robert Stone, Harold Brodkey, Ruth Rendell, David Foster Wallace) und studierte Germanistik, Zeitgeschichte und Politikwissenschaft in Tübingen, Düsseldorf und Dallas. Heute ist er freier Kritiker, seit 2003 Moderator des ARD-Literaturmagazins Druckfrisch und der SWR-Sendung Lesenswert. Für seine Arbeit wurde er vielfach ausgezeichnet: Julius-Campe-Preis 2015, Hildegard-von-Bingen-Preis 2014, Bayerischer Fernsehpreis 2013. Außerdem erhielt er den Sonderpreis zum Hajo-Friedrichs-Preis 2012 und den Deutschen Fernsehpreis 2011. Er ist Autor diverser Sachbücher, zuletzt »Schecks Kanon: die hundert wichtigsten Werke der Weltliteratur von Krieg und Frieden bis Tim und Struppi« (Piper) und zusammen mit Anne-Dore Krohn: „Hungrig auf Berlin“ (Merian).

Es gelten die zum Veranstaltungstag gültigen Corona-Verordnungen.

Der Osterspaziergang

Vom Eise befreit sind Strom und Bäche
Durch des Frühlings holden, belebenden Blick;
Im Tale grünet Hoffnungsglück;
Der alte Winter, in seiner Schwäche,
Zog sich in rauhe Berge zurück.
Von dorther sendet er, fliehend, nur
Ohnmächtige Schauer kornigen Eises
In Streifen über die grünende Flur;
Aber die Sonne duldet kein Weißes,
Überall regt sich Bildung und Streben,
Alles will sie mit Farben beleben;
Doch an Blumen fehlt's im Revier
Sie nimmt geputzte Menschen dafür.
Kehre dich um, von diesen Höhen
Nach der Stadt zurückzusehen.
Aus dem hohlen finstern Tor
Dringt ein buntes Gewimmel hervor.

Jeder sonnt sich heute so gern.
Sie feiern die Auferstehung des Herrn,
Denn sie sind selber auferstanden,
Aus niedriger Häuser dumpfen Gemächern,
Aus Handwerks- und Gewerbesbanden,
Aus dem Druck von Giebeln und Dächern,
Aus der Straßen quetschender Enge,
Aus der Kirchen ehrwürdiger Nacht
Sind sie alle ans Licht gebracht.

Sieh nur, sieh! wie behend sich die Menge
Durch die Gärten und Felder zerschlägt,
Wie der Fluß, in Breit und Länge
So manchen lustigen Nachen bewegt,
Und bis zum Sinken überladen
Entfernt sich dieser letzte Kahn.
Selbst von des Berges fernen Pfaden
Blinken uns farbige Kleider an.
Ich höre schon des Dorfs Getümmel,
Hier ist des Volkes wahrer Himmel,
Zufrieden jauchzet groß und klein:
Hier bin ich Mensch, hier darf ich's sein!

Johann Wolfgang von Goethe (1749 - 1832), Faust. Der Tragödie erster Teil, 1808.
Szene: Vor dem Tor, Faust zu Wagner

Samstag, 15. Juli 2017 um 20 Uhr

Live-Präsentation des neuen Audio-Guides mit Lesung von Texten zu Faust und anderem …


Sofort erklärte sich der aus vielen Filmen und TV-Serien bekannte Schauspieler Florian Fitz (u.a. Rosenheim-Cops, Traumschiff), den neuen Audio-Guide des Faust-Museums einzusprechen, als ihn die Leiterin, Dr. Denise Roth, über seine Agentur anfragen ließ.

Mit Professionalität, Herzblut und Begeisterung widmete sich der Schauspieler mit der ausdrucksstarken, tiefen Stimme der nicht anspruchslosen Aufgabe, sowohl geschichtliche Zusammenhänge, fiktive Szenen, aber auch die unterschiedlichen Figuren des Goetheschen Faust zum Leben zu erwecken. Ob zynisch-teuflischer Mephisto, verzweifelt-verführerischer Faust oder sehnsuchtsvoll verliebtes Gretchen – die Themen, die Goethe über seine Protagonisten manifestiert, werden nun in intensiver Gestaltung und expressiver Kraft über die Kopfhörer wahrnehmbar.

Zur öffentlichen Präsentation des Audio-Guides am 15. Juli 2017 um 20 Uhr kommt Florian Fitz ins Faust-Museum, um verschiedene Passagen daraus sowie flankierende faustische und unfaustische Texte zu Gehör zu bringen. Zeit für Autogramme wird der Schauspieler ebenfalls mitbringen.

Karten für die Lesung mit Florian Fitz sind über das Faust-Museum / Faust-Archiv erhältlich.

Tel.: 07043/951610 bzw. 07043/9506922

E-Mail: faustmuseum@knittlingen.de

Preis: 15,- Euro pro Person

Am Samstag, den 11. Juni 2016 fand ein ganztägiger Filmdreh im Faust-Museum Knittlingen statt – mit prominenter Beteiligung!

Keine geringere als die „Fallers“-Darstellerin Anne von Linstow, bekannt als Ärztin Monique aus der bekannten und beliebten SWR-Serie, kam ins Faust-Museum, um mit der Knittlinger Theatergruppe Laterna Mystica einen Film über den historischen Faust, sein Leben und die Legenden zu drehen.

Dabei ging es zunächst stilvoll zu – ein Oldtimer fuhr Anne von Linstow vor das Faust-Museum, in dem sie dann den historischen Faust nach einer Explosion im Museumsshop kennen lernen durfte und einen exklusiven Einblick in seinen Giftschrank nahm. Die Museumsleiterin, Dr. Denise Roth, hatte das Drehbuch zusammen mit Regisseur und Kameramann, Florian Jörg und Lukas Block entwickelt. Dabei standen Humor, Informationsdichte und Verständlichkeit im Vordergrund. So führt Anne von Linstow durch das Faust-Museum, trifft stets unterschiedliche historische Figuren und erlebt historische Szenen mit zum Leben erweckten Exponaten.

faustmuseum_filmdreh_web

Die Knittlinger Theatergruppe Laterna Mystica, um Hilfe gebeten, mit der berühmten Schauspielerin das Museum in Szene zu setzen, war sofort mit an Bord. Dabei zeigten sich alle von der Professionalität und Präsenz Anne von Linstows beeindruckt. Mit kreativen Ideen zu Kameraeinstellungen, Regieanweisungen und Requisiten verblüffte Anne von Linstow alle und hatte sichtlich Spaß an dem ganzen Projekt. Noch nie hatte sie durch ein Museum geführt, doch gerade das Faust-Thema und seine historischen Grundlagen in Knittlingen, faszinierten Anne von Linstow ganz besonders.

Nach 12 Stunden intensiver Arbeit waren alle Szenen im Kasten und wurden anschließend im Faust-Archiv mit Sekt begossen. Alle Beteiligten zeigten sich von Anne von Linstows unprätentiöser und leidenschafticher Arbeit voller Herzblut begeistert! Autogramme wurden geschrieben, Fotos geschossen und Anne von Linstow verabschiedete sich nicht ohne die Versicherung, bald wieder zu kommen – spätestens zur Präsentation des Films!

Der Film wird nach Fertigstellung sowohl im Faust-Museum als auch auf dessen Homepage und auf der Landesgartenschau in Öhringen präsentiert.

Das Alchemisten-Labor
des Doktor Faust!

Quelle: SPIEGEL Online

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